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Titelfoto: Veronika Weigert
16. Juni 2020

Drei Einblicke in die Geschichte

In Regensburg gibt es viele Statuen, die an bedeutende Personen erinnern oder als Symbol für Geschehnisse stehen.

Nicht nur über den gebürtigen Regensburger Don Juan de Austria gibt es Interessantes zu erfahren. Foto:Veronika Weigert

Regensburg. Wenn ihr in der Stadt herumschlendert, seid ihr bestimmt schon an der ein oder anderen Statue vorbeigekommen. Wir haben für euch ein paar Hintergrundinfos – damit ihr beim nächsten Stadtbummel mit eurem Wissen beeindrucken könnt.

Don Juan de Austria

Auf dem Weg zum oder vom Fischmarkt seht ihr auf dem Zieroldsplatz die Statue von Don Juan de Austria. Er wurde 1547 in Regensburg geboren und war der außereheliche Sohn von Kaiser Karl V. und der Regensburgerin Barbara Blomberg. Don Juan gewann mit der Schiffsflotte der „Heiligen Liga“ (dazu gehörten unter anderem Schiffe aus Spanien, Venedig und Malta) eine entscheidende Schlacht gegen die Osmanen. Nach dieser Schlacht wurde eine Bronzestatue von Juan erschaffen, die 1572 in Messina aufgestellt wurde. In Regensburg erinnert seit 1978 (seinem 400. Todestag) eine Kopie dieser Statue an ihn. Übrigens: Don Juan wurde 31 Jahre alt, es wird vermutet, dass er an Typhus starb, es gibt aber auch Gerüchte, dass er vergiftet wurde.

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Ludwig I. von Bayern

Auf dem Domplatz findet ihr das Reiterstandbild König Ludwigs I. Er wurde 1786 in Straßburg geboren. Nach dem Tod seines Vaters wurde er 1825 als bayerischer König inthronisiert. Übrigens: Die heutige Schreibweise des Landesnamens mit „y“ geht auf eine Anordnung von ihm zurück, mit der die vorher meist geltende Schreibweise „Baiern“ abgelöst wurde. Seine Statue steht aber aus einem anderen Grund in Regensburg, denn: Er war auch Bauherr. So initiierte er eine umfassende Purifizierung und Regotisierung des Regensburger Doms und gab die Fertigstellung der Türme in Auftrag. Außerdem ließ er die Walhalla und die Befreiungshalle errichten und prägte damit die Kulturlandschaft.

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Brunnenstatue Justitia

Vor über 470 Jahren wurde auf dem Haidplatz erstmals ein öffentlicher Brunnen errichtet. Gespeist wurde er über eine Leitung, die aus Dechbetten in die Stadt führte. Die Bevölkerung wurde jedoch immer größer und die Quellen reichten nicht mehr aus. Also wurden eine neue Brunnstube und neue Wasserleitungen errichtet, die Folge: Der vorhandene Brunnen wurde durch einen prächtigeren ersetzt. Das Ergebnis seht ihr heute. In der Mitte des Beckens steht Figur der Justitia, die für die Gerechtigkeit steht. Mit dabei hat sie Schwert und Wage. Die Justitia wurde laut der Stadt vermutlich zur Beilegung der Streitigkeiten zwischen den geistlichen Ständen und dem protestantischen Magistrats der Reichsstadt im Jahr 1655 errichtet.

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Natürlich gibt es noch viele weitere Statuen in Regensburg. Schaut euch einfach um, in der Kulturdatenbank der Stadt findet ihr noch weitere Infos.