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Titelfoto: Veronika Weigert
10. November 2020

Dreimal Geschichte

In Regensburg gibt es über tausend Denkmäler. Wir haben mehr Infos zu einigen Orten für euch, die ihr vielleicht noch nicht kanntet.

In der Adolf-Schmetzer-Straße 1 befindet sich die dreigeschossige Königliche Villa. Foto:Veronika Weigert

Regensburg. Das Gebäude des Regensburger Hauptbahnhofes, das Milchschwammerl in der Fürst-Anselm-Allee, der Dom und die Steinerne Brücke: Einige der denkmalgeschützten Gebäude und Brücken in Regensburg kennt ihr alle. Aber es gibt auch andere Orte, die eine interessante Geschichte haben.

Villa Lauser

Auf der Donauinsel Oberer Wöhrd befindet sich eine langgestreckte Gartenvilla, die im 18. Jahrhundert im Stil des Klassizismus erbaut wurde. In der Villa veranstaltete der reiche Handelsherr Georg Friedrich von Dittmer zahlreiche Gartenfeste und ließ die Umgebung in einen Englischen Landschaftsgarten umgestalten. Deshalb wird die Villa auch als ehemaliges Dittmer’schers Gartenpalais bezeichnet.

Nachdem das Anwesen in Dittmers und danach in Johann Baptist Liebls Besitz war, gehörte es Anfang des 20. Jahrhunderts der Familie Lauser, daher kommt auch der heutige Name der Villa. In den kommenden Jahrzehnten mussten öfter Renovierungsarbeiten durchgeführt werden, nicht zuletzt aufgrund häufiger Donauhochwasser. Mittlerweile befindet sich die Villa wieder in neuem Privatbesitz und ist nicht öffentlich zugänglich.

Königliche Villa

Im Osten der Altstadt wurde Mitte des 19. Jahrhunderts die Königliche Villa errichtet. Sie war als Sommerresidenz für den bayerischen König Maximilian II. gedacht. Zudem entstanden eine Parkanlage und ein kleiner Landschaftspark, den ihr heute vielleicht als Villapark kennt. Die Speise- und Festsäle und die aufwendigen Gemächer für König und Königin in den Obergeschossen wurden jedoch im Laufe der Zeit nur wenig genutzt. König Maximilian verbrachte lediglich einige Sommertage in dem Anwesen und im Jahr 1866 residierte die sächsische Königsfamilie dort. Mittlerweile ist die Villa im Besitz des Landes Bayern und wird vom Landesamt für Denkmalpflege genutzt. Ein Großteil der Möbel ging verloren oder wurde abtransportiert, doch ein kleiner Teil der Ausstattung konnte in die Villa zurückgebracht werden.

Schloss Weichs

Im Stadtteil Weichs liegt das denkmalgeschützte Schloss Weichs. Es war ursprünglich königlicher Besitz und gehörte Mitte des 12. Jahrhunderts den Weichsern von Traubling. Ab dem 13. Jahrhundert verpfändeten bayerische Herzöge das Schloss an reiche Patriziergeschlechter aus Regensburg. Nach einigen Besitzerwechseln übernahm der Graf Heinrich von Guttenstein das Schloss und baute es zur Festung mit Graben und Mauern aus. Herzog Maximilian I. kaufte ein Jahrhundert später das Schloss und richtete dort eine Brauerei ein. Nachdem das Anwesen während des Dreißigjährigen Krieges zerstört und wiederaufgebaut wurde, wurde es von bayerischen und französischen Truppen als Hauptquartier genutzt. Mittlerweile ist das Schloss in Privatbesitz und wird für Ferienwohnungen und -appartements genutzt, die zum Teil mit Antiquitäten ausgestattet sind. Hier erfahrt ihr mehr.

Natürlich gibt es noch etliche weitere Denkmäler in Regensburg. Hier bekommt ihr einen Überblick.