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09. Mai 2018

Fantasy aus der Oberpfalz

Normalerweise erweckt Hubertus Hinse bei der Veranstaltungsagentur Stadtmaus die Regensburger Stadtgeschichte zum Leben. Jetzt will er seinen ersten Roman „Drudenherz“ verfilmen. Aber nicht allein: Helfen soll die Crowd.

Fantasy-Fans aufgepasst: Hubertus Hinses „Drudenherz“ gibt es bald auch auf der großen Leinwand. Foto: Hubertus Hinse

Regensburg. „Ich liebe ,Herr der Ringe‘ und ,Game of Thrones‘ – und die alten Oberpfälzer Sagen und Legenden. Doch viele dieser wunderbaren Geschichten geraten zusehends in Vergessenheit. Getreu der Idee ‚und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute‘ führe ich die alten Sagen im Hier und Heute fort“, sagt Hubertus Hinse, Autor des Romans „Drudenherz“ und künstlerischer Leiter bei der Veranstaltungsagentur Stadtmaus. Damit man die Oberpfälzer Sagenwelt künftig nicht nur lesen, sondern auch auf der großen Leinwand erleben kann, arbeitet Hinse schon kurz nach der Veröffentlichung seines Romandebüts an der Verfilmung. Derzeit wird noch alles mit privaten Mitteln finanziert. Damit das Projekt am Ende auch fertig wird, sind jetzt aber auch die Oberpfälzer gefragt. Mithilfe von Crowdfunding und Statisten aus der Bevölkerung soll „Drudenherz“ ein echtes Herzensprojekt aus der Region werden.

„Ich möchte mit meinem Team von Freunden, Schauspielern und Filmverrückten diese Geschichte auf die große Leinwand bringen“, sagt Hinse. Und darum geht es: Hauptfigur Hias arbeitet für das Ordnungsamt Nittendorf und muss während eines Einsatzes feststellen, dass es im Labertal spukt. Ein Dämon geht um – der Bilmesschneider! Hias erinnert sich, dass seine Tante Traudl aus Cham viele der alten Geschichten kennt, und besucht sie. Doch plötzlich taucht das Nachtgload auf, der Zug der rastlosen Geister und Seelen, der seit Jahrhunderten durch das nächtliche Cham streift, wie es der „bayerische Bruder Grimm“ Franz Xaver von Schönwerth überliefert hat. Hias und Traudl müssen dem Nachtgload entkommen, um dem Bilmesschneider das Handwerk zu legen. Vor allem aber müssen sie aufklären, wieso sich der finstre Korndämon überhaupt ins Labertal verirrt hat …

Die nächsten Szenen werden am 22. Mai in Regensburg gedreht. Wer also schon immer mal ein Teil der Oberpfälzer Sagenwelt sein wollte, hat jetzt die Chance dazu. Wer nicht selbst mitspielen möchte, aber die Idee trotzdem super findet, kann sich auch auf Startnext, einer der größten deutschen Crowdfundingplattformen, am Film beteiligen. Bereits 1500 Euro und damit das erste Ziel sind für Versicherung, Miete der Locations, Kostüme und Technik schon zusammengekommen. Als Geschenke winken unter anderem eine signierte Deluxe-Edition des Romans, die Nennung des Namens im Filmabspann, eine persönliche Lesung mit Filmpreview und eine Film-DVD.

Ein cooles Projekt aus Regensburg, das man auf jeden Fall unterstützen sollte. Wir sind gespannt, was draus wird und bleiben natürlich dran.

Hier schon mal ein kleiner Vorgeschmack: