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Veronika Königer
20. April 2019

Hausmittel gegen Ameisen und Co.

Endlich fängt die Grill- und Picknicksaison wieder an. Grund für gute Laune – wenn da nicht die lästigen Insekten wären...

Wer beim nächsten Picknick neben Kuchen und Baguette auch ein bisschen Lavendel einpackt, braucht sich um Insekten keine Sorgen mehr zu machen. Foto: polinaloves - stock.adobe.com

Regensburg. Wer kennt das Problem nicht: Ihr habt euch gemütlich an die Donau gesetzt, die Kekspackung aufgemacht, und schon krabbelt die erste Ameise über die ausgestreckten Beine. Und meistens hat sie auch noch einige Freunde mitgebracht. Trotzdem braucht es keine Sprays oder Insektenvernichtungsmittel. Einfache Hausmittel, die fast jeder im Schrank hat, tun es auch. Gegen Ameisen ist das bekannteste wohl Backpulver - allerdings sterben die Tierchen daran, und dass muss ja nicht sein. Stärker riechende Substanzen wie Zimtpulver, Knoblauch, Lavendel, Zitrone oder auch Essig halten Ameisen ebenfalls fern, ohne ihnen zu schaden. Wenn ihr sowieso grillt oder picknickt, kann es also helfen, zum Beispiel ein Schälchen essig- oder knoblauchhaltiges Salatdressing hinzustellen oder aufs Gras zu träufeln. Schadet weder der Umwelt, noch stinkt es. Und: für uns geruchsneutral, aber auf Ameisen abschreckend wirken auch Kupfermünzen! Haben die Ameisen schon eine Straße gebildet, kann die durch ein paar Cent-Stücke unterbrochen werden.

Kupfer hilft übrigens auch gegen Wespen. Einfach die Münzen zwischen den Händen reiben und dann auf Tisch oder Picknickdecke in die Sonne legen – dann bleiben die aggressiven Störenfriede weg. Und Teebaumöl hilft nicht nur gegen unreine Haut, sondern sorgt auch für wespenfreie Abende im Freien, ebenso wie Basilikum und frisch geschnittene Knoblauchzehen, oder Zitronen- und Orangenscheiben mit Nelken. Wespen hassen außerdem den Geruch von Kaffee – den Kaffeesatz also beim nächsten Mal nicht wegschütten, sondern trocknen und aufstellen! Damit die Insekten gar nicht erst auf euch aufmerksam werden, solltet ihr möglichst keine grellbunte Kleidung anziehen – und auf Kosmetika, Haarspray, Parfüm, Cremes und ähnliches mit Duftstoffen verzichten. Die locken Wespen nämlich nur an.

Das gleiche gilt für Mücken, die wohl lästigsten Insekten des Sommers. Die kommen auch mal schnell in die Wohnung und piesacken beim Schlafen. Die weitverbreitete Rede vom Licht, das die Insekten anlockt, ist übrigens mittlerweile umstritten: Mücken orientieren sich zwar daran, werden aber vorrangig durch Gerüche angezogen. Oder eben abgestoßen: Wenn ihr kein Mückennetz anbringen, aber trotzdem auch mal ohne Belästigung länger lüften wollt, könnt ihr Küchenkräuter wie Basilikum, Schnittlauch oder Zitronenmelisse auf der Fensterbank aufstellen. Den Geruch können Mücken gar nicht leiden, ebenso wenig wie den von Tomatenblättern. Auch Knoblauch- oder Kohlgeruch hassen die Tierchen. Den müsst ihr nicht unbedingt in der Wohnung aufhängen: Mit der richtigen Ernährung könnt ihr euren Körpergeruch so verändern, dass er für Menschen zwar nicht anders wahrnehmbar, für Mücken aber weniger appetitlich ist. Dazu viele Lebensmittel mit Vitamin B1 essen. Das ist vor allem in Vollkornprodukten, Walnüssen, Hülsenfrüchten, Lachs, Brokkoli und Spargel drin – und auch noch gesund! Hat die Mücke dann doch mal zugestochen, kann zum Beispiel Zahnpasta helfen. Die hat, kurz in den Kühlschrank gelegt und dann auf den Stich aufgetragen, eine entzündungshemmende Wirkung! Und übrigens: Spinnen sind nach wie vor wohl das längerfristig wirksamste Mittel gegen Insekten. Aber mit denen will man sich ja auch nicht unbedingt die Wohnung teilen…

Veronika Königer