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Sophia Bösl
Titelfoto: Everyde People
18. Januar 2017

Individuell und Fair

Die Regensburger Designerin Tina Blachney hat dem Mode-Mainstream den Kampf angesagt. In ihrem Label Everyde People gibt es textile Gleichberechtigung mit Stil und Wohlfühlfaktor.

Im August 2016 gründete Tina Blachney ihr Modelabel Everyde People.Everyde People

Regensburg. Die internationale Modeindustrie hat in den letzten Jahren öfter Negativschlagzeilen geliefert, etwa nach dem Fabrikbrand in Bangladesch und durch unmenschliche Arbeitsbedingungen. Als Verbraucher fragt man dabei oft, wo man noch guten Gewissens schöne und stylische Mode kaufen kann? Eine, die dem Mode-Mainstream den Kampf angesagt hat ist Tina Blachney. Die jungen Designerin hält nicht viel von Massenware, und gründete deshalb das Regensburger Label Everyde People.

Immer mehr Menschen arbeiten im Büro, ein Ort, der meist nur wenig Spielraum für Selbstverwirklichung und Kreativität bietet. Für Tina Blachney war das nichts. Ihr fehlten die Herausforderungen - der routinierte Ablauf im Büro war der heute 31-Jährigen zu langweilig. Eine längere Reise mit ihrem Freund nach Australien und Neuseeland öffnete der Modeschöpferin schließlich die Augen: Ein beruflicher Neuanfang musste her. Das Modedesignstudium am Bodensee war Tinas Startschuss in ein neues Leben.

Nachdem Tina ihr Studium beendet hatte, ging sie nach Regensburg, um sich dort eine eigene Existenz aufzubauen. Zunächst jobbte sie im textilen Einzelhandel und übernahm gleichzeitig kleinere Nähaufträge. Doch schließlich stürzte sie sich voll und ganz in das Leben als Designerin. Und so entstand im August 2016 ihr Modelabel Everyde People, das die 31-Jährige heute zusammen mit ihrem Freund führt.

Was macht Tina"s Mode so besonders? Everyde People gehört definitiv nicht zum heutigen Mode-Mainstream. Jedes selbstgenähte Teil, egal ob T-Shirt oder Turnbeutel, ist ein Unikat, das teilweise durch westafrikanische Muster inspiriert ist. Auch auf besondere Kundenwünsche und -änderungen geht die Modeschöpferin dabei ein, denn gerade die Individualität liegt ihr besonders am Herzen. Die Stoffe, die meist zu 100 Prozent aus Biobaumwolle bestehen, bezieht sie aus Deutschland und Holland. Asia-Importe gibt es bei Tina nicht – fair muss es sein!

Beim Anfertigen ihrer Kleidungsstücke unterscheidet die Maßschneiderin nicht nach Mode für Männer und Frauen. Die textile Geschlechtertrennung hält sie für überflüssig, stattdessen entwirft Tina Mode, in der man sich einfach wohlfühlen und gleichzeitig stylisch fühlen soll. Wer jetzt Lust hat, sich mit Tinas Auffassung von Mode zu beschäftigen oder einfach ein paar neue und ausgefallene Stücke sucht, findet Tinas Mode auf ihre Website oder im Headz-Store in der Malergasse.

Sophia Bösl