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05. Juni 2018

Lokale Labels

Drei Regensburger Studenten wollen Liebhaber einzigartiger Mode und Nachwuchslabels auf ihrer Website zusammenbringen. Der Onlineshop Labelbird wird am Mittwoch, 6. Juni gelaunched.

Mit ihrem „5-Euro-Business“ Labelbird schaffen Johannes Ostner, Rebecca Schön und Andreas Arnold eine Plattform für junge Designer aus der Region. Foto: Miriam Graf/Donaupost

Regensburg. Spätestens nach den beiden Ausgaben von Pop-up Regensburg im Degginger war klar: Unsere kleine Donaustadt hat mehr zu bieten als Kleidung von der Stange und die ewig gleichen Modeketten. Das Problem bei kleineren Labels ist, dass man – außer bei solchen Events – kaum auf sie aufmerksam wird. Damit sich das in Zukunft ändert, arbeiten drei Regensburger Studenten gerade an einem Onlineshop, über den kleine Labels aus der Region ihre Kleidung, Accessoires und Co. verkaufen können.

Kennengelernt haben sich Rebecca Schön, Andreas Arnold und Hannes Ostner über den Studentenverein Connecta. Andreas und Hannes studieren im sechsten Semester Informatik, Rebecca macht gerade ihren Bachelor in BWL. Die drei verbindet ihre Leidenschaft für individuelle Mode – und der Wunsch, diese einfach und unkompliziert kaufen zu können. „Wir haben uns gewundert, dass es noch keine Plattform für kleine Labels gibt. Wie soll man sie so überhaupt finden?“, erzählt Rebecca. Also beschlossen sie kurzerhand, selbst eine solche Plattform ins Leben zu rufen. Das nötige Wissen dafür haben sie im Studium gesammelt. „Viele kleine Labels machen das ja nur nebenbei. Da haben sie dann einfach keine Zeit, in das Marketing zu investieren, ihre Reichweite zu erhöhen. Das wollen wir jetzt für sie übernehmen.“

Die drei Studenten feilen schon länger an ihrer Idee. Den Anstoß dafür, den Onlineshop tatsächlich in die Realität umzusetzen, gab aber erst die Aktion „5-Euro-Business“, die jedes Jahr an der Uni angeboten wird. „Wir haben vor ein paar Monaten das Plakat für den Wettbewerb gesehen und dachten: Das ist ein guter Weg uns zu zwingen, auch tatsächlich Zeit zu investieren.“ Mit dem symbolischen Startkapital von fünf Euro sollen Studenten bei diesem Wettbewerb ein eigenes Unternehmen gründen, einen Businessplan erstellen, Sponsoren finden und ihre Idee innerhalb von sechs Wochen umsetzen.

Weil sechs Wochen nicht viel Zeit sind, starten die drei Studenten mit einem reinen Onlineshop, der am Mittwoch, 6. Juni gelaunched wird – pünktlich zum Campusfest. Auf dem Campusfest stellen sich die Gründer auch zum ersten Mal der Öffentlichkeit vor und verteilen Flyer mit allen wichtigsten Infos im Überblick. Bisher konnten sie sechs Regensburger Labels für den Onlineshop gewinnen, darunter Elk. artworks, Mariejuliee und Fuma.28. „In Regensburg kenn ja irgendwie jeder jeden. Wir haben die Labels teilweise über Freunde von Freunden kennengelernt, teilweise durch den Pop-up-Store“, erzählt Rebecca.

Im August, wenn der Wettbewerb vorbei ist, wollen Rebecca, Andreas und Hannes die Seite von Grund auf neu programmieren, Labels aus München und anderen Städten hinzufügen und das Konzept insgesamt weiter ausbauen. Dann soll es auch eine Umkreissuche geben und die Community stärker eingebunden werden. So können Kunden zum Beispiel etwas posten, direkt mit den Designern in Kontakt treten und Vorschläge oder Wünsche für neue Kollektionen geben.

Labels, die ihre Designerstücke auch gern über den neuen Onlineshop verkaufen wollen, können sich bei den jungen Gründern per E-Mail an info@label-bird.de informieren.