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Titelfoto: Tino Lex
20. Juni 2020

Polizei und Blumen gegen den Ansturm

Nach den Massenversammlungen am Bismarckplatz reagiert die Polizei und richtet dort eine mobile Wache ein.

Vergangenes Wochenende drängten sich die Menschen am Bismarckplatz dicht an dicht. Foto:Tino Lex

Regensburg. Wann immer das Wetter in den letzten Wochen schön war, zog es die Menschen trotz Lockdown-Regelungen zuhauf auf die Straßen und Plätze Regensburgs. Am vergangenen Wochenende wurden dabei die Verhaltensregeln mancherorts, besonders am Bismarckplatz, deutlich missachtet. Nun, da man sich wieder in Gruppen bis zu zehn Leuten treffen darf, appellieren die Stadt Regensburg und die Polizei an das Verantwortungsbewusstsein der Stadtbewohner, um einer neuen Infektionswelle vorzubeugen.

Zweite Welle vermeiden

„Ich habe vollstes Verständnis, dass die Menschen nach der wochenlangen Ausgangsbeschränkung nach draußen drängen, endlich wieder ihre Freunde treffen und das schöne Wetter genießen wollen. Aber die Lockerungen waren nur möglich, weil so viele vernünftig waren, sich an die Regeln gehalten haben und dadurch die Anzahl der Neuinfektionen gesenkt haben. Ich möchte einen zweiten Lockdown unbedingt vermeiden und appelliere daher eingehend an alle Regensburger: Gehen Sie gerne raus und genießen Sie das Leben. Aber halten Sie sich dabei immer an die Abstandsregeln“, sagt Regensburgs Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer.

Am Mittwoch, 17. Juni erörterten Verantwortliche der Stadt Regensburg und der Polizei gemeinsam in einem Gespräch verschiedene Maßnahmen für die nächsten Wochen. So werden beispielsweise am kommenden Wochenende die Regensburger Polizei und Ordnungskräfte der Stadt Regensburg wieder verstärkt im Innenstadtbereich im Einsatz sein. Am Bismarckplatz wird zudem eine mobile Wache der Polizei eingerichtet.

Das ändert sich am Bismarckplatz

Sollte es in bestimmten Bereichen der Stadt zu Ansammlungen kommen, werden die Einsatzkräfte das Gespräch suchen und gegebenenfalls lenkend eingreifen. Im Einzelfall kann es daher auch kurzfristig zu vorübergehenden Sperrungen von betroffenen Örtlichkeiten kommen. In einer aktuellen Meldung appelliert die Stadtverwaltung, stark besuchte Orte im Sinne der Gesundheit aller Menschen in Regensburg zu meiden und den Mindestabstand von 1,5 Meter, der uneingeschränkt weiter gilt, einzuhalten.

Um die Einhaltung der Abstände zu unterstützen, lässt das Gartenamt 22 große Blumenkübel aufstellen, die den Bismarckplatz unterteilen und für größere Distanz zwischen den Gruppen sorgen. Ein großflächiges Transparent, das darauf hinweist, den Mindestabstand einzuhalten, wird zum Wochenende am Gebäude des Theaters hängen. Ein weiteres Transparent wird in den nächsten Tagen mit der gleichen Botschaft am Haus der Musik zu sehen sein.