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06. Juli 2018

Sieg für die Radlretter

Mit ihrer Geschäftsidee überzeugten Margarethe Schneider, Christian Wenzl und Fabian Schultes bei der gestrigen Abschlussveranstaltung des „5-Euro-Business“ die Jury.

Radlretter

Regensburg.Ein selbstgedrehter Werbefilm, eine nachgespielte Talkshow, ein aufblasbares Einhorn auf der Bühne – die vier Teams, die beim diesjährigen 5-Euro-Business bis zum Schluss durchgehalten haben, legten sich bei der gestrigen Abschlussveranstaltung ordentlich ins Zeug.

Aber von Anfang an: Bereits zum 14. Mal fand der „5-Euro-Business“-Wettbewerb des Bildungswerks der bayerischen Wirtschaft am Hochschulstandort Regensburg statt. Der Wettbewerb soll jungen Gründern die Möglichkeit geben, in sicherem Rahmen ihre Ideen auszuprobieren und Unternehmerluft zu schnuppern. Los ging es zu Beginn des Semesters mit einer Infoveranstaltung. Hier konnten neugierige Studenten ihr Team zusammenstellen, Geschäftsideen sammeln und daran feilen. Sie wurden in Marketing, Schutzrecht und Co. geschult und bekamen pro Team je einen Paten aus der Wirtschaft an die Seite gestellt. Sechs Wochen, bis 22. Juni lief die spannendste Phase, die Unternehmensphase, in der sich zeigte, ob die ausgedachten Startups unter realen Bedingungen funktionieren.

Von den sechs gestarteten Teams sind am Ende vier übrig: das Team Labelbird, das für lokale Labels eine Website gebaut hat, die gleichzeitig Onlineshop und soziales Netzwerk ist; Tobias Schwarz, der unter dem Namen Waidler Pipes individualisierte Shishas mit einer mundgeblasenen Bowl fertigt; die Radlretter, die einen mobilen Reparaturservice anbieten; und last but not least das Team Bagsolate, das praktische Rucksäcke näht, die nicht nur stylish aussehen, sondern auch das Feierabendbier kühl halten.

Neben der Geschäftsidee bewertete die Jury vorab auch den Geschäftsbericht und das Geschäftsergebnis der jungen Gründer. Für den Abschlussabend selbst bauten die Teams ihre Stände auf, an denen sie sich und ihre Produkte präsentierten und sich dem Verhör der Jury stellten. In fünfminütigen, durchweg kreativen Pitches erfuhren auch die restlichen Gäste, was genau hinter den einzelnen Ideen steckt. Am Ende überzeugten die Radlretter die Jury am meisten und durften sich über das Preisgeld in Höhe von 800 Euro freuen. Weil die Entscheidung so knapp war, teilten sich in diesem Jahr zum ersten Mal zwei Teams den zweiten Platz: Sowohl Labelbird als auch Bagsolate gingen deshalb mit jeweils 500 Euro nach Hause. Labelbird erhielt außerdem den Sonderpreis Presse für besonders große Medienpräsenz.

Auch wenn es nur einen ersten Platz gibt – Gewinner sind am Ende doch alle Teams. Denn sie haben gezeigt, dass ihre Ideen funktionieren. Und tatsächlich wollen alle vier Teams nach dem Wettbewerb mit ihren Firmen weitermachen. „Wir werden den Fokus verstärkt auf Firmenkunden richten“, erzählt beispielsweise Margarethe Schneider von den Radlrettern.