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06. Februar 2019

Stadt erwägt Alkoholverbot

Schon in diesem Sommer könnten Regensburger auf der Jahninsel, am Gries und drumherum auf dem Trockenen sitzen.

Solche Bilder könnten ab kommendem Sommer vielleicht schon der Vergangeheit angehören. Foto: Istvan Pinter

Regensburg. Der Schnee draußen lässt zwar noch wenig an den kommenden Sommer denken. In diesem könnte es allerdings für alle Feierlustigen eine einschneidende Veränderung geben: Im Raum steht ein mögliches Alkoholverbot für die Jahninsel, den Gries und alle anderen Uferbereiche an Donau und Regen.

Bei dem jüngsten Treffen des Aktionsbündnisses „Fair feiern“ wurden Pläne für dieses Jahr besprochen. Die vielen warmen, langen Sommernächte von 2018 waren ein Auslöser für zusätzliche Beschwerden der Anwohner. Viele Feiernde verweilten bis in die späten Abendstunden hinein an den Uferbereichen von Donau und Regen – mit entsprechender Geräuschkulisse.

Der neue Rechtsreferent Walter Boeckh möchte infolge der Beschwerden der Anwohner etwas gegen den hohen Lärmpegel tun. Er verkündete, dass derzeit ein entsprechendes Konzept für die Uferbereiche von Jahninsel und Gries erarbeitet werde. Darin steckt möglicherweise auch ein künftiges Alkoholverbot. „Zu dem Konzept gehören Themen wie Beschilderung, Ruhezonen und Sauberkeit. Auch ein Alkoholverbot wird in die konzeptionellen Überlegungen mit aufgenommen“, bestätigt Eva Karl-Faltermeier von der städtischen Pressestelle.

Am Hauptbahnhof gibt es ein solches bereits seit November. Auf Wunsch von Reisenden und Bahnhofsbesuchern ist es damals in Kraft getreten. Mit dem Gedanken, alkoholische Getränke auch an den Uferbereichen von Donau und Regen zu verbieten, spielt die Stadt schon länger. Sie erhofft sich dadurch die Reduzierung von Müll und Lärm – jedoch müssen gleichzeitig auch etwaige Verlagerungseffekte berücksichtigt werden. Beliebte Anlaufpunkte wie der Bismarckplatz könnten dadurch noch voller werden.

Das Aktionsbündnis „Fair feiern“ arbeitet bereits seit 2010 daran, nächtlichen Lärm, mutwillige Zerstörungen und übermäßigen Müll zu reduzieren. Gegründet hat sich das Bündnis aus Altstadtgastronomen und Vertretern von Stadt, Polizei, Hochschulen und Anwohnern, weil sich Letztgenannte nachts oft durch Feiernde gestört fühlten. Das erklärte Ziel ist, dass die gegenseitige Rücksicht wächst und alle die Altstadt genießen können.