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kult-Redaktion
05. Juli 2019

Stadtlagerhaus als Kreativareal?

Im internationalen Studienprojekt IACOBUS+ 2018 haben Masterstudierende architektonische Visionen erarbeitet und diese jetzt im Stadtlegerhaus gezeigt.

Stadtlagerhaus: Studierende der OTH Regensburg zeigen noch bis Montag, 8. Juli ihre Ideen zum möglichen neuen Kreativareal. Fotos: Stina Walterbach

Regensburg. Wie das Stadtlagerhaus Regensburg als Kultur- und Kreativareal genutzt werden könnte, das haben Studierende des Masterstudiengangs Architektur der OTH Regensburg im Zuge des internationalen Studienprojektes IACOBUS+ 2018 erarbeitet. Die Arbeiten der Studierenden sind noch bis kommenden Montag, 8. Juli, jeweils von 14 bis 19 Uhr, in einer öffentlichen Ausstellung im Stadtlagerhaus Regensburg, Wiener Straße, zu sehen.

Offiziell eröffnet wurde die Ausstellung am Donnerstag mit rund 150 Gästen aus Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Kultur. Ein Highlight im Programm: Am Sonntag, 7. Juli um 13 Uhr hält Professor Dr. Peter Morsbach, Honorarprofessor der OTH Regensburg, im Ausstellungsbereich einen öffentlichen Vortrag zur Geschichte des Stadtlagerhauses Regensburg.

Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer lobte in ihrer Ansprache anlässlich der Ausstellungseröffnung den Mut der Studierenden, Neues geschaffen zu haben. Mutig sein, bedeute Veränderungen zuzulassen und auch Veränderungen zu provozieren. Maltz-Schwarzfischer bedankte sich für die Denkanstöße der Studierenden und sprach davon, dass der Abschluss des Studierendenprojekts ein Neuanfang für die Stadt sei und stellte in diesem Zusammenhang die Bedeutung der Kreativbranche für Regensburg heraus.

„Die Arbeiten der Studierenden zeigen, wie es mit dem Gebäude weitergehen könnte“, sagte Manfred Koller, Stadtwerk.Regensburg GmbH, und Hausherr des Stadtlagerhauses. Das Gebäude – ein gut erhaltenes Denkmal – sei eine Ikone seiner Zeit und auch unserer heutigen Zeit. Es stehe sinnbildlich für den Handel – bis vor Kurzem für den Handel von Waren und Güter – und könne künftig als „Umschlagplatz von Ideen und Kreativität“ genutzt wären. „Es wäre schade, wenn wir dieses Gebäude nicht künftig visionär nutzen würden“, so Koller. „Der Ort sei wie geschaffen für die Kultur- und Kreativwirtschaft Regensburgs“. Er zollte den Arbeiten der Studierenden Respekt: „Das kann sich sehen lassen“.

Keiner hätte zu Beginn des Projekts Stadtlagerhaus geglaubt, dass daraus eine Ausstellung im selbigen entsteht, die den Weg in eine Zukunft des Hauses als Kreativareal Regensburg weist. Professor Andreas Emminger

„Sie haben die Aufgabenstellung hervorragend gelöst. Ohne Sie - liebe Studierende – gäbe es diese Ergebnisse nicht. Ohne Sie wäre die Diskussion um die Nachnutzung des Stadtlagerhauses nicht möglich.“, lobte auch Professor Dr. Wolfgang Baier, Präsident der OTH Regensburg. Ausdrücklich bedankte er sich für das Engagement von Professor Andreas Emminger, Dekan der Fakultät Architektur und Treiber des Projekts. Es wäre ein großer Gewinn für die Kultur- und Kreativwirtschaft in Regensburg, wenn das Projekt der Anstoß für eine Realisierung wäre, so Präsident Professor Dr. Baier.

„Das Projekt ist unser Startschuss“, ließ Carola Kopp, Vorsitzende des Vereins Kultur- und Kreativwirtschaft Regensburg e.V., wissen. Sie wolle mitwirken, aus Visionen einen „Branchenhotspot“ im Stadtlagerhaus zu erschaffen. Für Kopp wäre das eine Investition in die Zukunft ihrer Branche in Regensburg, eine Branche mit 420 Millionen Umsatz pro Jahr und über 4000 Erwerbstätigen in Regensburg.

Professor Andreas Emminger stellte abschließend das Projekt Iacobus+ vor, aus welchem die Arbeiten rund um das Stadtlagerhaus entstanden sind. IACOBUS+, ein Entwurfsstudio im Masterstudiengang Architektur zum baulichen Erbe in Europa, findet seit 1995 ohne Unterbrechung alljährlich statt.

„Keiner hätte zu Beginn des Projekts Stadtlagerhaus geglaubt, dass daraus eine Ausstellung im selbigen entsteht, die den Weg in eine Zukunft des Hauses als Kreativareal Regensburg weist“, so Professor Emminger. Er dankte für die Unterstützung aller Beteiligten und stellte besonders die Offenheit, die dem Projekt entgegengebracht wurde, heraus. Auch und vor allem würdigte er die Studierenden, für deren zündende Ideen für das Stadtlagerhaus Regensburg.

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