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Veronika Königer
08. Oktober 2019

Wohnungssuche leicht gemacht

Trautes Heim, Glück allein – wer sich einmal in Regensburg auf Wohnungssuche gemacht hat, weiß, dass dieser Spruch nur zu gut stimmt. Denn hier eine Bleibe zu finden, kann echt schwierig sein. Wir haben ein paar Tipps für euch.

Eine Wohnung in Regensburg zu finden, ist nicht immer leicht. Wir verraten euch, wie ihr trotzdem ein neues Zuhause findet. Foto: Stina Walterbach

Regensburg. Eine Wohnung oder ein WG-Zimmer, möglichst nah an der Uni, der Innenstadt oder am besten an beidem, und wenn es geht, möglichst billig. So lauten vor allem im Herbst und im Frühjahr zu Semesterbeginn viele Nachfragen in den Facebook-Gruppen zur Wohnungssuche in Regensburg. Eher gering ist dagegen die Zahl der Angebote, und meistens sind die Mieten höher als das Budget der Suchenden. Klingt aussichtslos – es gibt aber einige Tricks, wie ihr trotz Wohnungsnot eine Bleibe finden könnt.

Zum einen: Überall schauen, wo es Angebote gibt. Dazu zählen nicht nur die großen Portale wie „WG gesucht“ sondern auch regionale Wohnungsbörsen. Der Allgemeine Studierendenausschuss der Uni hat beispielweise eine Internetseite mit Wohnungsangeboten, die vor allem auf Studenten zugeschnitten sind. Zieht ihr zum Arbeiten nach Regensburg, könnt ihr auch einmal bei eurem Betrieb nachfragen. Manche Firmen wie beispielsweise Continental haben eigene interne Wohnungsbörsen. Zudem gibt es die bereits erwähnten Facebook-Gruppen zur Wohnungssuche. Und natürlich auch die guten alten analogen Aushänge: An der Uni zum Beispiel hängen immer mal wieder Zettel mit Mietangeboten, auf die dann auch nicht so viele andere Bewerber aufmerksam werden wie im Internet. Auch in der Rundschau und der Mittelbayerischen Tageszeitung gibt es immer wieder gute Angebote.

Das Problem der hohen Mietpreise lässt sich für Studenten durch den Einzug in ein Wohnheim lösen. Dort sind die Zimmer nicht so teuer wie auf dem freien Markt, deshalb werden auch Bafög-Empfänger bevorzugt. Von den WG-Größen solltet ihr euch nicht abschrecken lassen: Mit bis zu elf anderen zusammenzuwohnen, scheint viel, ihr teilt euch aber ein ganzes Stockwerk, wo nur Bad und Küche gemeinsam benutzt werden. Ansonsten hat jeder sein eigenes vom Flur abgehendes Zimmer. Habt ihr beim Wohnheim direkt kein Glück mit eurer Bewerbung, könnt ihr in den jeweiligen Facebook-Gruppen auch einmal schauen, ob jemand selbstständig einen Nachmieter für sein Wohnheimzimmer sucht: Immer wieder kündigen Leute nicht rechtzeitig und müssen deshalb privat einen Nachfolger für ihre Wohnung organisieren, dabei sind die Vorgaben dann oft nicht so streng und es gibt keine Warteliste. Natürlich besteht auch noch die Möglichkeit, außerhalb der Stadt zu wohnen: Je weiter raus aufs Land, desto niedriger sind die Mieten.

Generell ist es ratsam, alles in Betracht zu ziehen, vom kleinen WG-Zimmer bis zur Dachgeschosswohnung, und auch vor zeitlich begrenzten Angeboten nicht zurückzuschrecken. Habt ihr nämlich schon mal eine Bleibe, fällt von da aus die Wohnungssuche vor Ort schon viel leichter – und manchmal wird aus dem befristeten Angebot auch ein unbefristetes. Außerdem helfen individuelle Bewerbungen: Fast jeder behauptet bei der Suche, ordentlich zu sein, gerne zu kochen und keine Zweck-WG zu wollen, aber dennoch auf Privatsphäre zu achten. Ein ausgefallenes Hobby, eine besondere Charaktereigenschaft oder ein ungewöhnliches Detail aus eurer Lebensgeschichte bleiben dagegen viel eher in Erinnerung, machen euch interessant und heben eure Bewerbung aus der Masse der anderen hervor – so klappt es dann auch mit der Wohnung.

Veronika Königer