Logo Mittelbayerische.de
Portal auswählen »
Veronika Königer
04. Juli 2019

Auf Kurzurlaub in Nürnberg

Der Alltag hängt euch grade zum Hals raus? Dann haben wir einen tollen Tipp für einen Tag Urlaub – ein Ausflug nach Nürnberg!

Blick von der Kaiserburg über die Stadt. Fotos: Veronika Königer

Regensburg. Nürnberg ist für viele wohl eher im Winter das Ziel – schließlich ist die Stadt überall bekannt für ihren Christkindlmarkt und die Lebkuchen. Allerdings lohnt sich ein Kurztrip dorthin auch im Sommer, vor allem von Regensburg aus: Mit dem Zug dauert das nur eine gute Stunde, und es ist mit dem Bayernticket auch nicht besonders teuer – vor allem, weil ihr damit auch den Nahverkehr in Nürnberg direkt nutzen könnt.

Besucher erwartet in der Stadt ein bunter Mix aus Natur, Kultur, Altstadt und Shopping. Vor allem für Studierende lohnt sich zum Beispiel ein Museumsbesuch wirklich: In vielen Ausstellungen kostet der Eintritt dann nur 1,50 Euro. Nicht nur klassische Museen wie das Albrecht-Dürer-Haus für Kunstliebhaber sind im Angebot, sondern auch solche wie das Spielzeugmuseum: Da lassen Puppen, Eisenbahnen und vieles mehr Erinnerungen an die Kindheit aufleben.

Sehr empfehlenswert ist auch das Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände, wo die nationalsozialistische Vergangenheit im Allgemeinen und Nürnbergs Rolle im Besonderen sehr ausführlich aufgearbeitet wird und die damals entstandenen Bauten kostenlos zugänglich sind. Das ist zwar nicht direkt in der Innenstadt, aber mit der Tram sehr gut zu erreichen – und am Rande eines großen Sees mit genug Möglichkeiten für eine erholsame Auszeit im Grünen nach dem Ausstellungsbesuch. Perfekt für die Mittagspause sind aber auch die zahlreichen kleinen Weinstuben, die es in Nürnberg überall gibt. Denn: Die Stadt liegt ja mitten in Franken, der Weinregion Bayerns.

Die Kaiserburg in Nürnberg – Wahrzeichen der Stadt und beliebter Aussichtspunkt.

Nachmittags könnt ihr bei einem gemütlichen Spaziergang durch die Altstadt jede Menge Nürnberg entdecken. Perfekter Startpunkt direkt am Hauptbahnhof: Der Handwerkerhof. Umgeben von hohen Steinmauern reihen sich da kleine Fachwerkhäuser aneinander, und der Besucher fühlt sich zwischen Winzern, Töpfern und Schreinern direkt ins Mittelalter versetzt. Weiter geht’s immer geradeaus in die Altstadt hinein, gesäumt von hohen Stein- und Fachwerkhäusern mit vielen Geschäften und Restaurants, über die Fleischbrücke am Nürnberger Spital vorbei und dann zur großen evangelischen Kirche St. Lorenz. Ein wenig abwärts führt die breite Straße weiter zum Hauptmarkt, an dem die katholische Frauenkirche und der Schöne Brunnen stehen. Der ist nicht nur sehr aufwendig gestaltet und hat damit seinen Namen absolut verdient, sondern bringt auch Glück: In dem Gitter des Brunnens ist wie von Zauberhand ein Messingring eingefügt, den ihr drehen und euch dabei etwas wünschen könnt, das dann laut Volksmund in Erfüllung geht.

Bei einem Spaziergang an der Pegnitz erlebt man Nürnberg abseits der belebten Straßen.

Außerdem gibt’s auf dem Platz zahlreiche kleine Stände mit Leckereien und Eisdielen für eine kleine Stärkung – denn danach geht es bergauf zur Kaiserburg, ein anstrengender Weg, der sich aber lohnt: Dort oben wartet nämlich ein wunderschöner Ausblick über die Stadt. Der Abstieg und der schattige Weg durch den Burggraben und über die Pegnitz zurück in die Innenstadt sind dann nicht mehr ganz so anstrengend – vor allem, weil es dort noch jede Menge kleine Gassen mit Restaurants und Geschäften zu erkunden gibt, die vor der Rückfahrt nach Regensburg zum Shopping und Essen einladen.

Veronika Königer