Logo Mittelbayerische.de
Portal auswählen »
Veronika Königer
11. Juni 2019

Bayern meets Afrika

Drei Tage lang wurde bei der Premiere des „Bavaria Africa“ Festivals auf dem Gelände von Schloss Pürkelgut gefeiert – wir waren für euch vor Ort und haben uns das Ganze mal genau angeschaut.

Beim Bavarian Africa Festival auf Schloss Pürkelgut wurde viel getanzt, geschlemmt und ausprobiert. Foto: Veronika Königer

Regensburg. Schon auf dem Weg von der Bushaltestelle zum Festivalgelände weisen Trommelklänge den neugierigen Besuchern den Weg. Drei Tage lang, von 7. bis 9. Juni, feierte das „Bavaria Africa“ Festival auf dem Gelände von Schloss Pürkelgut Premiere. Hinter der Festivalkasse – stilecht in einer kleinen Holzhütte – warteten die typischen bunten Afrikafest-Stände: lange, flatternde, leichte Gewänder, Ketten, Körbe, kleine und große Holzstatuen und die Möglichkeit, sich die Haare zu kleinen Zöpfchen – mit oder ohne bunte Strähnen – flechten zu lassen. Alles gruppiert um ein großes buntes Zeltdach, unter dem sich Kinder auf Stelzen und an anderen Balancierübungen versuchten, während die Eltern an einem Stand mit Olivenholz-Kochutensilien stöberten. Und auch der Ursprung der Trommelklänge war schnell ausgemacht: Ein Trommelworkshop für Groß und Klein lud dazu ein, das jeweilige Rhythmusgefühl auf die Probe zu stellen.

Musikalisch war das aber nicht die einzige Klangkulisse: An Traumfängern, Gewürzen und Seifen vorbei ging es in den Innenhof, wo auf einer Bühne verschiedene Künstler ihre Darbietungen zeigten: Neben Reggae und afrikanischem Tanz stand auch Blasmusik auf dem Programm – das Festival sollte ja schließlich bayerische und afrikanische Kultur vereinen. Deshalb gab‘s hier auch einen Stand mit Lederhosen – und kulinarisch neben Leckereien wie Pistazienspinat, Couscous und Putenspießen mit Erdnussbuttersauce auch Obatzda, Flammkuchen und Krapfen. Und natürlich ein Schild, das in einen Hinterhof zum „Biergarten“ führte, wo es neben dem guten bayerischen Bier auch bunte Bowlen zum Probieren sowie jede Menge Schuhe, ausgefallene Lebensmittelkörbe, Lederbeutel mit Prägung und große Leinwände mit afrikanischen Motiven zum Bestaunen gab. Vor allem gab es dort aber auch Schatten – denn das ganze Wochenende über war bestes Wetter mit viel Sonne und hohen Temperaturen.

Trotz wechselhafter Wetterprognosen und Pfingstferien war die Stimmung beim Festival sehr gut. Und das sei schließlich das wichtigste, so Dion Muller, der seine Minibars aus alten Holzkisten auf dem Gelände aufgebaut hatte. Den Besuchern hat das „Bavaria Africa“ Festival auf jeden Fall gefallen: Sei es beim Essen, Stöbern an den Ständen, selbst Trommeln oder beim Tanzen vor der Bühne – von Kleinkind bis Senior war für jeden etwas dabei. Deshalb unsere Empfehlung: Wenn das „Bavaria Africa“ Festival nächstes Jahr in die zweite Runde geht, lohnt es sich auf jeden Fall, mal hinzuschauen.

Veronika Königer