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16. November 2018

Bosse live in Regensburg

Der Titel von Bosses neuem Album „Alles ist jetzt“ verspricht Lebensfreude pur. Im Interview mit kult verrät der Musiker, warum er ein Eigenbrötler ist und was euch bei seinen Konzerten erwartet.

Am 28. November können endlich auch die Regensburger Fans Bosse im Airport in Obertraubling live erleben. Foto: Tim Bruening

Regensburg. Bosse ist zurück! Sein siebtes Studioalbum „Alles ist jetzt“ steht seit 12. Oktober überall in den Plattenläden. Seinem gewohnten Sound ist der Musiker treu geblieben. Wortwitz, Leichtigkeit und jede Menge Energie zeichnen seine Songs aus. Auf seiner Clubtour macht er zum ersten Mal auch in Regensburg beziehungsweise in Obertraubling Halt: Am Mittwoch, 28. November spielt er im Airport. Vorab sprach Axel „Axi“ Bosse mit kult über seine Beziehung zur Musik:

Es ist dein erstes Konzert in Regensburg. Was hat dich hierher geführt?

Ich dachte wirklich, wir waren schon überall. Aber es gibt immer noch 30 bis 40 Städte in Deutschland, in denen wir noch nicht gespielt haben. Wir erobern gerade den Süden und wir haben Bock auf Regensburg.

„Das Leben ist kurz, zu kurz für ein langes Gesicht“ singst du in deinem Song „Alles ist Jetzt“. Woher nimmst du deine Lebensfreude?

Im besten Falle habe ich Sachen vor mir, auf die ich mich freuen kann. Ich habe schon mein ganzes Leben die Dinge gemacht, die ich liebe. Schon damals habe ich mich nach Schulende in den Proberaum gesetzt und gemerkt, das macht mich glücklich. Das erfüllt mich. So habe ich heute auch ganz viele Sachen, die mich erfüllen: Natürlich meine Freundin, meine Tochter, meine Band, aber auch Kultur und Natur.

Wie wichtig ist dir der Austausch mit deinen Fans?

Gerade wenn es jetzt wieder losgeht mit Konzerten und Veröffentlichungen, ist es natürlich toll, einen so schnellen Austausch über Instagram und Facebook zu haben. Ich bekomme 10.000 Privatnachrichten von Leuten, dir mir schreiben, was ihnen wichtig ist, wann sie meine Musik hören, aber auch, was sie schlecht finden.

Verarbeitest du dieses Feedback auch in neuen Songs?

Ich bin ein Eigenbrötler. Ich schreibe immer für mich alleine. Wenn dann die ersten Nachrichten kommen, sobald ein neues Album draußen ist, dann merke ich, dass das manchen Leuten richtig viel bedeutet, was ich mache. Sie verbinden damit eine Menge. Das ist ein großes Kompliment, aber vor allem ein guter Grund, sich erneut hinzusetzen und sich in die Schreibphase zu begeben.

Wie gehst du generell das Songwriting an?

Ich gehe es nie an, weil ich einfach nie aufhöre. Ich bin ein Sammler. Ich sammle viele Wörter, Situationen und Melodien. Irgendwann kommt dann der Tag, an dem ich Zeit und Ruhe habe. Dann setze ich mich hin und fange an, zu überlegen, worüber ich singen will und was mich bewegt.

Hast du auf deinem neuen Album einen persönlichen Lieblingssong?

Was mein Leben und ein Gefühl angeht, ist es „Ich bereue nichts“. Der kam einfach so aus mir raus. Das sind Nummern, die mir viel bedeuten, weil einfach alles so klar ist, als würde man mit seiner besten Freundin reden. Dann gibt es auch Songs, die komplizierter sind, weil sie über Politik gehen oder ein Gefühl der Gesellschaft einfangen, so wie „Robert de Niro“. Da arbeite ich manchmal ein Jahr dran.

Was macht deine Live-Konzerte aus?

Ich hab einfach dolle Glück mit meinen Fans. Sie sind lebensoffen und empathisch. Die tanzen alle ziemlich gerne. Das ist einer der Hauptgründe, wieso meine Fans kommen. Die haben Bock, loszulassen und mitzusingen und dabei etwas zu fühlen. Es ist oft so bei Konzerten, da denk mir: Verdammt nochmal, mit dem hier würde ich gerne einen Kaffee trinken.

Hier gibt's noch Tickets für das Konzert.