Logo Mittelbayerische.de
Portal auswählen »
06. April 2019

Brace yourself – GoT is coming!

Am 14. April ist es soweit: Die finale Staffel der Fantasyserie Game of Thrones wird endlich ausgestrahlt. Doch was erwartet uns in der achten Staffel? Hier sind unsere liebsten Fantheorien Teil I.

Die Geschichte von Jon Schnee (Kit Harrington) und Daenerys Targaryen (Emilia Clarke) geht ihrem Ende zu. Foto: 2019 Home Box Office, Inc

Regensburg. Um kaum eine andere Serie ranken sich so viele Fantheorien wie um Game of Thrones. Auf Webseiten wie Reddit wird heiß diskutiert: Welche Hinweise hat George R. R. Martin in der Buchvorlage versteckt? Welche Prophezeiungen werden sich noch erfüllen, welche Fantheorien als wahr erweisen? Ein kleiner Überblick darüber, was uns erwarten könnte:

Bran Stark ist der Nachtkönig

Dass zwischen Bran Stark und dem Nachtkönig eine Verbindung besteht, ist in den vergangenen Staffeln mehr als deutlich geworden. Spätestens seit dem Moment, in dem der Nachtkönig Bran während des Grünsehens nicht nur gesehen, sondern auch berührt und „markiert“ hat. Doch diese Verbindung könnte noch viel tiefer gehen, als es auf den ersten Blick scheint. Bran, der die Fähigkeiten eines Grünsehers und eines Wargs in sich vereint, kann bei seinen Zeitreisen Einfluss auf die Vergangenheit nehmen. Allerdings warnt ihn der dreiäugige Rabe mehr als einmal davor, da „die Tinte trocken ist“. Dies wurde durch das traurige Schicksal Hodors eindrucksvoll deutlich. Außerdem warnte der dreiäugige Rabe Bran auch, nicht zu lange in der Vergangenheit zu verweilen.

Viele Fans vermuten nun, dass Bran jedoch genau dies tut, um den Krieg zwischen Weißen Wanderern und Menschen zu verhindern. Zuerst reist er in die Zeit des irren Königs, damit dieser Seefeuer herstellt. Doch Aerys Targaryen wird durch die Stimme Brans, die nur er hören kann, schließlich verrückt und anstelle der Weißen Wanderer möchte er gleich die ganze Stadt abfackeln. Bran reist schließlich noch weiter in der Zeit zurück, um Bran dem Erbauer beim Bau der Mauer zu helfen. Da auch das den Krieg nicht verhindern kann, geht er schlussendlich bis zur Erschaffung des Nachtkönigs zurück und nimmt sogar von dessen Körper Besitz. Doch hier bleibt Bran schließlich stecken und ist im Körper des Nachtkönigs gefangen, was die beiden zu ein und derselben Person macht. Das könnte auch erklären, warum die Armee der Toten in der finalen Folge der siebten Staffel in Formation des Starkwappens, einem Schattenwolf, marschiert.

Petyr „Kleinfinger“ Baelish ist noch am Leben

Die Hinrichtung Kleinfingers in der siebten Folge der letzten Staffel („Der Drache und der Wolf“) kam für viele Zuschauer überraschend, sah doch zunächst alles so aus, als würde Sansa ihrer Schwester Arya den Prozess machen. Doch dies erwies sich alles nur als eine Finte der Stark-Geschwister: Sansa verurteilt Kleinfinger letztlich zum Tode, woraufhin ihm Arya die Kehle aufschlitzt. Doch könnte es sich hier um einen Trick Kleinfingers gehandelt haben? Petyr Bealish wird in der ganzen Serie als überaus gerissener und kalkulierter Stratege dargestellt, der den anderen meistens einen Schritt voraus ist. Als Bran ihn in Episode 4 der siebten Staffel („Kriegsbeute“) mit dem Satz: „Chaos ist eine Leiter“ konfrontiert, muss ihm klar geworden sein, dass Bran Dinge weiß, von denen er eigentlich gar nicht wissen kann – diesen Satz hat Kleinfinger nämlich in Westeros zu Varys gesagt (3. Staffel, Episode 6). Folglich wäre es nur passend für Kleinfingers Figur, misstrauisch zu werden und sich einen Alternativplan auszudenken.

Einige Fans vermuten, dass wir in der darauffolgenden Episode (Staffel 7, Episode 5: „Ostwacht“) einen kleinen Blick auf Kleinfingers Plan werfen konnten. Arya beobachtet ihn dabei, wie er mit einer unbekannten Blondine spricht, die ihm zuflüstert: „Deine Zeit ist vorbei.“ Daraufhin gibt ihr Kleinfinger eine Münze, die stark an jene erinnert, die Arya von Jaquen H’ghar bekommen hat. Könnte Kleinfinger also einen der gesichtslosen Männer angeheuert haben, der an seiner Stelle stirbt? Er selbst erwähnt im Laufe der Serie, dass er Vorfahren in Bravoos hat, es ist also durchaus wahrscheinlich, dass er von den Dienern des vielgesichtigen Gottes weiß.

Jon Schnee ist der Prinz, der verheißen wurde

Wird sich Jon Schnee in der achten Staffel als die Wiedergeburt von Azor Ahai erweisen? Die Legende um den Prinzen Azor Ahai besagt, dass er, ein Kämpfer des Herrn des Lichts, gegen die Dunkelheit der großen Anderen (höchstwahrscheinlich die Weißen Wanderer) kämpfte. Er konnte diese allerdings erst mithilfe des brennenden Schwerts Lichtbringer besiegen. Um dieses Schwert zu schmieden arbeitete er nach mehreren fehlgeschlagenen Versuchen laut Legende 100 Tage und Nächte, bevor er es zum Abkühlen in das Herz seiner geliebten Frau Nissa Nissa stieß. Gemäß einer Prophezeiung soll Azor Ahai in einer erneuten Zeit der großen Dunkelheit als Prinz, der verheißen wurde, wiedergeboren werden. Bei diesem wiedergeborenen Prinzen soll es sich um jemanden mit dem „Blut des Drachen“, also wahrscheinlich einen Targaryen handeln, der unter einem blutenden Stern inmitten von Rauch und Salz geboren ist.

Als weiteres Zeichen nennt die Prophezeiung die Rückkehr der Drachen. Die Prophezeiung könnte also durchaus auf Jon Schnee hindeuten, der ja tatsächlich schon einmal gestorben und wiedergeboren wurde. Außerdem trägt er als Sohn von Lyanna Stark und Rhaegar Targaryen, das Blut des Drachen in sich. Andererseits wäre auch Daenerys Sturmtocher eine gute Kandidatin als wiedergeborene Kriegerin des Lichts. Inmitten eines Sturms auf Drachenstein geboren, könnte sie als Targaryen und Mutter der Drachen ebenfalls die versprochene Retterin sein.