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Fabian Lutz
Titelfoto: Rainer Fleischmann
30. März 2017

„Dabei sein ist alles!“

Die Konzertreihe „Heimat Homegrown by Sparkasse Regensburg“ geht in die nächste Runde. Bevor es wieder auf die Bühne geht, blicken Fabian Lutz von der Sparkasse Regensburg und Tobias Maier von der Musikbar Heimat für uns auf ihre ganz persönlichen Konzerthighlights zurück.

Im September geht „Heimat Homegrown by Sparkasse Regensburg“ in die nächste Runde. Künstler können sich ab sofort bewerben.Rainer Fleischmann

Im Jahr 2015 begann mit einem Live-Konzert in der Musikkneipe „Heimat“ ein besonderes Projekt: Heimat Homegrown by Sparkasse Regensburg. Der Plan war es, zusammen mit dem Betreiber Tobias Maier junge Nachwuchsbands aus der Region zu unterstützen und die Musikszene der Stadt zu beleben. Eineinhalb Jahre und viele Konzerte und Videos später, geht die erfolgreiche Reihe in die nächste Runde. Wir wollen ein Zwischenfazit ziehen und haben uns deshalb mit Tobias in seiner geliebten Heimat, am Römling 9, gleich neben dem Haidplatz getroffen.

Lieber Tobias, wir wollten der Regensburger Musikszene mehr Leben einhauchen. Hand aufs Herz: Ist uns das gelungen? Hat sich seitdem aus deiner Sicht etwas in der Stadt und für die Bands verändert?

Ich würde sagen, wir haben auf jeden Fall einen kleinen, aber feinen Mosaikstein ins Gesamtgefüge der jungen Musikszene dazu gesetzt. Auch zusammen mit den 8TrackSessions sind da einige sehenswerte Videos entstanden. Gab ja auch beim „Showcase 63“ tolles Feedback und auch sehr positive Berichterstattung. Sogar das Fernsehen war da. Ich persönlich lasse die homegrown playlist auch immer wieder mal laufen und höre oder schaue mir das an. Bin schon ein bisserl stolz über das, was da geschaffen wurde.

Für mich gab es zwei absolute Konzerthighlights: der erste Testauftritt mit The New Colossus und einer der letzten Acts, der Gig mit den Hippè Herrèn. Der Gig mit The New Colossus war unheimlich intensiv und neu, trotz der relativ wenigen Zuschauer. Leider haben wir für diese großartige Band das schlechteste Material produziert. Die Hippè Herrèn dagegen, da war diese entspannte Fröhlichkeit, alles locker, alles easy die Hütte war voll und am Ende hatten wir genau das Live-Video, das wir immer haben wollten.

Wenn du jetzt zurückschaust, gibt es irgendetwas, an das du besonders gerne zurückdenkst?

Ja, das erste Mal ist immer aufregend! Aber du hast schon Recht. Kein Meister fällt vom Himmel und bei den Videos ist schon eine gewisse Lernkurve zu beobachten im Nachhinein. Mehr Licht, bessere Kamerawinkel, knackigere Schnitte, mehr Details bei den Tonaufnahmen. Die späteren Videos sind schon richtig gut geworden. Bei Littarist oder Aber Hallo kommt auch die intime Live-Atmosphäre, die wir in der Heimat bei Konzerten haben, gut rüber. Da ist man als Zuschauer halt auch hautnah dran. Fast genauso intim wie im eigenen Wohnzimmer, aber mit mehr Licht, und besserem Sound!

Gab es für dich denn ein Lieblingskonzert?

Für mich waren alle Auftritte mit ihrem eigenen Charakter was Besonderes. Gerade auch die dargestellte Vielfalt ist ja auch an sich was Tolles. Für mich persönlich hat „Strom“ von Cato Janko ne ganz besondere Bedeutung. Das hast du damals zufällig genau am Tag meiner Herz-OP veröffentlicht, mehr oder weniger sogar zeitgleich. Die Textzeile aus dem Refrain „Hey sag mir: Wie wird mein Herz denn repariert?“ hat da eine ganz eigene Bedeutung.

Hast du schon neue Pläne und wie viel Konzerte wird es in diesem Jahr geben?

Die Anzahl und die Termine stehen noch nicht fest. Wir versuchen, das so hinzukriegen, dass der zur Verfügung stehende Etat für möglichst viele Gigs reicht. Ich denke, ich werde auf jeden Fall The New Colossus fragen, ob sie nochmal Lust haben. Schließlich waren die tatsächlich nur Testkarnickel. Ein paar andere hab ich auch schon eingeplant, aber ich will noch nicht zu viel verraten. Die Nachfrage ist – wie beim letzten Mal auch – ziemlich groß.

Wird es neben der Heimat Homegrown Reihe noch andere spannende Heimat-Aktionen geben? Mit der Hymne 2.0 hast du ja letztes Jahr für ordentlich Wirbel gesorgt. Geht es da noch weiter? Oder konzentriert ihr euch auf andere Themen, wie zum Beispiel das Regensburger Bürgerfest?

Ich glaube, das mit der Hymne hat seinen Zweck, Alternativen zu bieten voll erfüllt. Das reicht dann auch. Für solche Aktionen sind wir natürlich immer gut. Das Bürgerfest wird auch wieder eine Heimat-Bühne haben, diesmal richtig schön am Kassiansplatz. Und auch diesmal werden wir nicht das übliche Bürgerfest-Mainstream-Cover-Programm fahren, sondern jungen kreativen Bands eine Plattform bieten. Die meisten hat man auch schon in der Heimat auf Konzerten sehen können, aber gibt natürlich auch was Neues.

Deine Botschaft an alle, die noch nie bei einem Heimat Homegrown by Sparkasse Regensburg Konzert waren?

In einer Welt des digital wiederholbaren Medienkonsums wird das direkte unmittelbare Erleben zunehmend wertvoller. Dabei sein ist alles!

Hier gibt es schon mal was zu gucken:

Fabian Lutz