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02. Oktober 2018

Der Herr der Gedanken

Deutschlands bekanntester Gedankenleser Thorsten Havener präsentiert sein Programm „Feuerproben“.

Er weiß, was du denkst: Gedankenleser Thorsten Havener präsentiert am 18. Oktober im Aurelium „Feuerproben“. Fotos: Sammy Hart

Wer wünscht sich nicht, die Gedanken anderer Menschen lesen zu können? Einer kann es: Thorsten Havener. Der Bestsellerautor, Entertainer und Illusionist stellt dies eindrucksvoll auf der Bühne unter Beweis: Havener liest seine Zuschauer wie ein offenes Buch. Er kennt die geheimsten Wünsche und beantwortet Fragen, die das Publikum nur denkt, aber niemals ausspricht. Der Herr der Gedanken gastiert mit seinem neuen Programm „Feuerproben“ am 18. Oktober im Aurelium. Psychologische Unterhaltung nennt Havener selbst das einzigartige Showformat, bei dem er in beeindruckenden Experimenten und Aktionen Psychologie, Suggestion, Illusion und die Kunst, die Körpersprache zu entschlüsseln, kombiniert und obendrein dem Publikum noch viele wertvolle Anregungen liefert.

Herr Havener, Ihr neues Programm heißt „Feuerproben“. Lassen Sie die Zuschauer über glühende Kohlen laufen?

Thorsten Havener: Nein, auch wenn der Begriff Feuerprobe sich tatsächlich darauf bezieht und heute – wenn auch im übertragenen Sinne – aktueller denn je ist. Wir sind täglich vielen Belastungsproben ausgesetzt: Liegt das daran, dass unser Alltag so komplex und schwierig ist oder vielleicht viel mehr an unserer Einstellung? In meinem letzten Programm habe ich die Körpersprache analysiert, jetzt gehe ich einen Schritt weiter.

Inwiefern?

Ich mache mich auf die Suche nach dem Problem und wenn ich es identifiziert habe, kommt es zur Feuerprobe. Liegt es an der Situation oder an mir selbst? Unheimlich oft können wir das, was passiert, nicht ändern. Was ich in der Hand habe, ist, wie ich reagiere. Ich kann mich beispielsweise über einen Gegner beim Tennis, der einfach besser ist als ich, aufregen. Oder ich kann es akzeptieren und einfach mein Bestes geben und mich anschließend – trotz der unvermeidlichen Niederlage – über eine gute Leistung freuen.

Sie möchten Ihrem Publikum also eine positive Herangehensweise mit auf den Weg geben?

Absolut, ich demonstriere die Macht der Suggestion und möchte Anregungen liefern, wie man Feuerproben besser meistern kann, also eine schnelle Soforthilfe, etwas anders zu machen als bisher. Trotzdem steht bei mir immer die Unterhaltung im Vordergrund.

Was genau ist psychologische Unterhaltung?

Eine Unterhaltung mit Mehrwert. Die Havener-Mischung besteht aus vielen Aha-Effekten. Die sind die Grundlage. Der Abend ist interaktiv, sehr lustig und leicht und wird von der Macht der richtigen Frage zusammengehalten.

Wie meinen Sie das?

Picasso hat einmal gesagt: „Computer sind nutzlos. Sie geben nur Antworten.“ Das ist ein schöner Satz. Wenn ich anfange, bedeutende Fragen zu stellen, macht das etwas mit mir: Im Unterbewusstsein wird etwas ausgelöst. Beispielsweise: Wie kann ich jemanden eine Freude machen? Mittlerweile denken Viele oft nur noch an sich.

Woran machen Sie das fest?

In Deutschland geht der Respekt im Umgang miteinander mehr und mehr verloren. Das sieht man ja täglich in der Politik. Eine Grundfreundlichkeit sollte man sich immer bewahren, beispielsweise wenn die Oma an der Kasse im Supermarkt wieder etwas länger für das Raussuchen des Kleingelds benötigt. Man sollte nie vergessen, dass man selbst auch einmal alt wird und sich dann etwas Verständnis wünscht. Die Oma an der Kasse, der Stau oder kein verfügbares WLAN – das sind alltägliche Feuerproben und ich zeige, wie man damit am besten umgeht.