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11. Juli 2019

Deutschlands Rock’n‘Roll-Hoffnung

Nach Shows mit den Scorpions und KISS präsentieren The New Roses ihr viertes Studioalbum „Nothing but Wild“.

Timmy Rough von The New Roses zu Besuch auf unserer Dachterrasse. Als kleine Zugabe gabs dann noch ein Privatkonzert. Foto: Stina Walterbach

Regensburg. Ende Juni begeisterten The New Roses (TNR) als Vorband der Scorpions über 5000 Zuschauer in der Donau-Arena. Wenige Wochen später ist Frontmann Timmy Rough auf Promo-Tour für das am 2. August erscheinende vierte Album der Band, „Nothing but Wild“. Der 33-Jährige spielte für kult.de ein exklusives Mini-Konzert auf der Dachterrasse des Verlagsgebäudes mit Akustik-Version der aktuellen Single „Down by the River“ und dem Klassiker „For a While“.

Der Auftritt mit den Scorpions war für das Quartett aus dem Rheingau nicht nur eine „Inspiration und Ehre“ (Rough), sondern einer von mittlerweile zahlreichen Ritterschlägen. Denn auch weitere Rockgrößen wie KISS, The Dead Daisies oder Tremonti griffen und greifen auf TNR als Support-Band zurück.

Seit 2013 touren Rough und seine musikalischen Mitstreiter Norman Bites (Lead-Gitarre), Hardy (Bass) und Urban Berz (Schlagzeug) unermüdlich und haben sich eine stetig wachsende Fangemeinde erspielt. „Wir sind keine Band, die über Social Media kommt oder in Soaps mitgespielt hat. Wir gehen den klassischen Weg, denn unsere Fans hören gerne Radio und gehen gern zu Konzerten. Deshalb konzentrieren uns darauf, gute Live-Shows zu spielen“, erklärt Timmy Rough das Erfolgsrezept.

Den Status des Insidertipps haben TNR längst abgelegt und sich zu Deutschlands Rock’n‘Roll-Hoffnung -Hoffnung entwickelt. Und das vor allem auch international, denn wer TNR und ihren an Vorbilder wie Guns N‘ Roses, Aerosmith , Kid Rock und AC/DC orientierten, aber doch ganz eigenen Stil zum ersten Mal hört, der würde nicht vermuten, dass die Jungs aus Deutschland stammen. Vielleicht auch gerade deshalb schaffte es der Song „Without a Trace“ vom gleichnamigen Debütalbum 2013 auf den Soundtrack der US-Kultserie „Sons of Anarchy“ und war auch der Song für die Trailer im deutschen Fernsehen. „Und das obwohl wir keinen Plattenvertrag hatten und das komplette Album selbst produziert haben“, blickt Rough zurück und meint lachend: „Sometimes even Fools get lucky“ (Manchmal haben sogar Narren Glück).

Die überzeugenden Live-Vorstellungen, erstes Radio-Airplay mit dem Song „Thirsty“ und dem zweiten Album „Dead Man’s Voice“ 2016 zu einem „sensationellen Charteinstieg“ (Rough) auf Platz 36, der Nachfolger „One more for the Road“ toppte den Erfolg mir Platz 20 sogar noch einmal. Da wäre es eigentlich nur konsequent, wenn „Nothing but Wild“, da noch eine Schippe drauflegen würde. Das Zeug dazu hat das Album auf jeden Fall, denn TNR haben ihr Ziel, „uns ständig weiterzentwickeln“, erreicht – und bleiben ihrem Stil doch treu.

Die vorab veröffentlichte Single „Down by the River“, zu sehen auf www.thenewroses.com, macht jedenfalls schon einmal Lust auf mehr und richtig gute Laune. Der Song hat eine ganz besondere Bedeutung für die Band: „Hardy, Urban und ich sind alle im Rheingau aufgewachsen. Wir kannten uns nicht, haben aber alle ähnliche Erlebnisse am Rhein aufgewachsen und hatten dort die beste Zeit. Wir haben ausgelotet, wie viel Mädels und Bier wir vertragen konnten – oder auch die Kombination davon“, so Timmy Rough lachend. Die Fans werden mit zwölf weiteren Songs , die erneut allesamt aus der Feder von Rough stammen, verwöhnt.

Da wird sogar unser Redakteur Robert Torunsky zum Fan. Foto: Stina Walterbach

„Das sind alles griffige, knackige Songs – eben ein klassisches Rock’n’Roll-Album.“ Rock’n’Roll – so bezeichnen TNR selbst ihre Musik und auch ihren Lebensstil. Passenderweise heißt auch der erste Song „Soundtrack of my Life“. Ein echtes Brett, der nacheiner Fahrt mit Kumpels zu einem Rockkonzert klingt. Ein Anspieltipp ist auch „Unknown Territory“, ein Song, der laut Timmy Rough „mit am meisten Dampf hat“. Und weil The New Roses aus ihrer Kneipenkonzert-Vergangenheit und auch von ihren Konzerttouren es lieben, auch mal ohne Strom zu spielen zu spielen, gibt es als Zugabe zwei Akustik-Versionen von „Fight you Leaving me“ und „Down by the River“. Und von mir die Höchstwertung für „Nothing but Wild“.