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Titelfoto: Patrick Soyer
17. April 2018

Die Macht der Worte

Mit „Dreidimensional“ bringt Konstantin Franz aka Mosaik sein erstes Album auf den Markt. Wir haben schon mal reingehört und uns mit dem Regensburger Studenten über seine Musik unterhalten.

Konstantin Franz steht als Mosaik für Rap abseits der Norm.

Regensburg. Konstantin Franz ist 20 Jahre alt, studiert in Regensburg Psychologie und erobert ganz nebenbei die deutschen Hip-Hop Charts. Seit etwas mehr als einem Jahr steht er unter dem Pseudonym Mosaik beim Münchner Plattenlabel New Word Order unter Vertrag und kreiert zusammen mit seinem Produzenten AREAH einen ganz eigenen Sound, der irgendwo zwischen Rap, Hip Hop und Independent schwingt. Nach der Debut-EP „Charakter zum Mitnehmen“ aus dem Dezember 2016 kommt mit „Dreidimensional“ am 20. April sein erstes Album auf den Markt.

Es war die Macht der Worte, die ihn vor rund sieben Jahren zur Musik gebracht hat. Aus lustigen Diss-Texten unter Freunden wurden schnell persönlichere Texte, die im Kinderzimmer auf Free-Beats aus Youtube gerappt wurden. Mit den Jahren hat sich sein Sound immer weiter entwickelt und verbindet mittlerweile genreübergreifend verschiedene Stilrichtungen, die ein stimmiges Gesamtbild ergeben. Auf „Dreidimensional“ treffen sphärische Beats auf reife, inhaltsschwere Texte, in denen man schon mal versinken kann. 15 Songs in ein Konzept zu pressen war dabei die größte Schwierigkeit für Konstantin und ließ das neue Album im Vergleich zur letzten EP zum Mammutprojekt werden.

In der Album-Entstehungszeit wurde die Musik zum richtigen Fulltimejob, doch auch wenn das Studium manchmal darunter gelitten hat, will er es möglichst reibungslos zu Ende bringen. Seine Wohnung besteht im Großen und Ganzen aus Studio, Schreibtisch und Bett – er kämpft in seinem Homeoffice also an zwei Fronten gleichzeitig. Natürlich erhält Konstantin bei seinen Projekten tatkräftige Unterstützung aus München, hat seit seiner Unterschrift bei New Word Order aber auf einmal auch mit Deadlines und Druck zu kämpfen. An diesem Punkt hat er realisiert, dass aus seinem Hobby mittlerweile ein richtiger Beruf geworden ist.

Eigentlich wollte Konstantin nach dem Album eine kleine Auszeit von der Musik nehmen, aber so ganz will das zur Zeit nicht funktionieren, schließlich ist er in DIY-Manier neben dem Rap auch für das Mischen der Songs oder das Schneiden der Videoclips zuständig. Seit Freitag ist die zweite Videoauskopplung „Fehlerterm“ online. Wer sich von der Live-Performance des jungen Regensburgers überzeugen will, der bekommt am 22. April am „Dance Your Style“ in Weiden oder zwei Monate später am 22. Juni auf dem Jugendfest in Cham die Chance dazu.