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Jonathan Ederer
Titelfoto: Bernhard Schinn
27. Oktober 2020

„Ein Debutalbum der anderen Sorte“

Die Musiker von Brew Berrymore veröffentlichen mit „Have A Beer In Stratosphere“ ihr erstes Studioalbum. Wir haben uns mit dem Gitarristen Robert Rauchendecker unterhalten.

Das Konzept für das Debutalbum von Brew Berrymore lautet "Space". Foto:Bernhard Schinn

Regensburg. Die fünf Jungs von Brew Berrymore bringen am Freitag, 30. Oktober ihr Debutalbum raus. Der Release des Albums wird am 5. November in der Alten Mälze gefeiert. Im Interview erzählt Robert Rauchendecker etwas über das Genre der Band, ihr Ritual vor Konzerten und über die Arbeiten an dem Album.

Hallo Robert, am 30. Oktober veröffentlicht ihr euer erstes Studioalbum „Have A Beer In Stratosphere“…

Robert Rauchendecker: Das Album hat einen langen Werdegang hinter sich. Die ersten Aufnahmen begannen vor circa eineinhalb Jahren. Die Songs wurden aus chronischer Zeit- und Geldknappheit stückweise aufgenommen.

War es auch anstrengend?

Ja. Und zwar dahingehend, weil wir an einzelnen Wochenenden teilweise bis zu drei Tracks finalisiert haben.

Aber es hat Spaß gemacht?

Für uns war es eine unglaublich wichtige Erfahrung, unsere Songs professionell aufzunehmen und zu bearbeiten. Die Feinarbeit hebt das ganze Niveau nochmal um ein Vielfaches an.

Gibt es das Album auch noch auf Platte?

Ja. Unser Album „H.A.B.I.S.“ erscheint auf Vinyl als Dark Transparent und auf CD im Digipack.

Stichwort Nostalgie. Im Musikvideo zum Song „Shake It Up!“, das ihr bereits im Sommer veröffentlicht habt, tanzt ihr in goldenen Raumanzügen um eine Diskokugel. Wie seid ihr darauf gekommen?

Das ist eigentlich das, was wir jedes Wochenende machen.

Tatsächlich?

Nein, tatsächlich hatten wir hier schon das Konzept „Space“ als Idee für unsere Scheibe stehen, weil das unseren Sound am besten beschreibt.

Euer Genre ist der „Alpakarock“. Was sagen eure Eltern dazu?

Die Muttis sind stolz. Sie geben ab und zu was in die Kaffeetasse. Papas geht so. Aber sie bezahlen immerhin die Autoversicherung weiter. Inzwischen sind wir aber einen Schritt nach vorne gegangen und verabschieden uns vom „Alpakarock“.

Wo kann man euch stattdessen verorten?

Wir bevorzugen jetzt die neue Bezeichnung „Future-Rock“.

Bald geht es wieder auf die Bühne. Ihr seid zwar inzwischen alte Hasen, aber seid ihr vor den Auftritten trotzdem noch nervös?

Das variiert von Auftritt zu Auftritt und ist auch sehr vom Anlass abhängig. Vor Kurzem hatten wir eine einzelne Akustik-Show. Für die haben wir auch recht lange geprobt. Wenn dann aber Routine einkehrt, sind wir da alle recht gelassen.

Habt ihr ein Ritual vor den Konzerten?

Tatsache! Wir stellen uns im Kreis auf wie eine Footballmannschaft und brüllen unseren hauseigenen Kampfschrei.

Einige eurer Songs sind „Alpacalypse Now“, „Devil Inside“, „Robocop“ und „Into the Wild“. Wer von euch ist der Filmliebhaber?

Unser Schlagzeuger Dan ist da schon sehr tief drinnen. Wenn mal jemand einen Geheimtipp abgeben will, hat er den schon in drei Sprachen gesehen und daheim auf Blu-ray.

Ihr trieft vor Wortspielfreude und Drew Barrymore ist sicher stolz auf euch. War sie zuerst da oder die Musik?

Zuerst ist da immer ein schlechter Gag. Darauf basiert unsere Zusammenarbeit.

Auf was können wir uns in Zukunft besonders freuen?

Auf ein Debutalbum der anderen Sorte, das viel Zeit, Mühen und Sprit in Anspruch genommen hat. Dafür ist es jede Sekunde wert.

Jonathan Ederer