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31. Mai 2019

Ein Leben für die Kunst

Künstlerin, Kuratorin, Kunstpädagogin und Autorin – Carolin Samson hat Kreativität im Blut. In ihrem neuen Atelier im Inneren Osten will sie ab sofort noch mehr Projekte verwirklichen.

Zu Besuch bei Carolin Samson. Fotos: Iris Jilke

Regensburg. Carolin Samson liebt die Kunst: Wenn sie nicht gerade selbst malt oder zeichnet, unterrichtet sie Kinder und Jugendliche oder kuratiert Ausstellungen. Daneben schreibt sie in ihrem Online-Magazin TheWhyNot über junge Künstler, Design und Lifestyle. Was Carolin Samson inspiriert und wie sie alle Projekte unter einen Hut bringt, hat sie uns im Interview verraten:

Du bist vor kurzem in dein neues Atelier im Inneren Osten gezogen. Stehen mit dem Einzug auch neue Projekte an?

Carolin: Auf jeden Fall. Ich hatte zu Hause nicht so viel Platz, so dass ich eher auf kleinem Format gezeichnet habe. Aber eigentlich komme ich aus der Malerei. Hier im neuen Atelier ist das nun wieder möglich. Außerdem möchte ich mein Atelier für Menschen öffnen, die gerne künstlerisch arbeiten wollen. Dazu habe ich „MonkeyMonkey“ gegründet.

Was verbirgt sich dahinter?

Carolin: „MonkeyMonkey“ ist ein kunstpädagogisches Konzept für Kinder und Jugendliche, aber auch für Erwachsene. Das Atelier soll ein Ort werden, wo Menschen herkommen kreativ arbeiten können. Ein Ort, wo sie Kunst erfahren und schaffen können.

Neben der Kunst hast du, zusammen mit deiner Freundin Jantra Kress-Bleiziffer, das Online-Magazin TheWhyNot ins Leben gerufen. Wen möchtet ihr mit euren Texten ansprechen?

Carolin: Wir haben ein Publikum, das sich für Kunst, Design und Lifestyle-Themen interessiert. Die meisten Leser sind Anfang 30 und aufwärts. Sie interessieren sich für Ausstellungen und Kunst, kommen aber nicht unbedingt aus der Kunstszene. Wir möchten Kunst erklären, die wir gut finden, Künstler vorstellen und zeigen, was hinter den Bildern steckt. Aber das alles nicht hochtrabend.

Wo warst du zuletzt für deine Arbeit unterwegs?

Carolin: Im Moment bin ich oft in Hamburg.

Kommst du immer wieder gerne nach Regensburg zurück?

Carolin: Ja. Hamburg und Regensburg sind für mich zwei wichtige Pole. In Hamburg liebe ich Sankt Pauli. Also den Kiez. Bevor ich nach Regensburg gezogen bin, habe ich dort gewohnt. Das ist ein raues Umfeld, das ich gerne mag, aber es ist auch anstrengend dort. Deswegen freue ich mich immer wieder nach Regensburg zurückzukommen. Hier kann ich durchatmen. Ich liebe hier die Natur, die wunderschöne Altstadt. Hier ist die Welt wirklich noch in Ordnung.

Was inspiriert dich zu deiner eigenen Kunst?

Im neuen Atelier arbeitet es sich doch gleich viel schöner.

Carolin: Das sind häufig Gesellschaftsthemen, in die ich erst über die Kunst tiefer eintauche. Ich schaue zum Beispiel wenig Nachrichten, weil mich die Bilder zu sehr beeinträchtigen. Wenn ich schreckliche Bilder sehe, ist für mich der Tag gelaufen. Ich brauche eigentlich nur die Fakten und muss wissen, was los ist. Über künstlerische Werke tauche ich dann tiefer in ein paar Themen ein. Darüber erschließen sich wiederum für mich Themen, die ich dann runterbreche und daraus Inspiration finde, wobei ich überhaupt nicht politisch arbeite.

Wie war das in deiner letzten Serie „ATEMLINIEN“?

Carolin: Ich habe angefangen, sehr feine Linien zu zeichnen und dabei festgestellt, dass das nur funktioniert, wenn ich mich auf meine Atmung konzentriere. Somit erforsche ich das Thema Atmung für mich.

Wie schaffst du es, all deine Projekte unter einen Hut zu bekommen?

Carolin: Das ist tatsächlich eine Herausforderung, denn jedes einzelne Projekt kostet viel Zeit. Ich versuche immer, das eine für das andere zu benutzen. Wenn ich zum Beispiel in meinem Online-Magazin etwas über Künstler schreibe, dann überlege ich, ob ich sie auch in eine Ausstellung bringen könnte. Die Kunst ist für mich immer der rote Faden.

Mehr über Carolin Samson, ihre Kunst und ihre Projekte findet ihr auf www.carolinsamson.de , www.thewhynot.de und auf www.monkey-monkey.de