Eine freie Schule für alle

Die Gründungsinitiative Karfunkel Regensburg will eine freie, demokratische und inklusive Schule in Regensburg eröffnen. Am 10. November lädt das Team zum Info-Abend ins W1.

Das Karfunkel-Team will eine freie und demokratische Schule in Regensburg eröffnen.

Der Name Karfunkel Regensburg – Eine freie Schule für alle e.V. bezeichnet eine Gründungsinitiative, die seit März 2013 an der Eröffnung einer freien, demokratischen und inklusiven Schule im Raum Regensburg arbeitet.

Im Kern des pädagogischen Konzepts stehen die Anerkennung der Selbstbestimmung eines jeden Individuums und die Ermöglichung des Lernens, Lebens und Wachsens in einer egalitären, demokratischen Gemeinschaft. Die Schülerinnen und Schüler können selbst entscheiden, wann sie welchen Stoff lernen wollen und in welcher Sozialform – also alleine, zu zweit oder in Gruppen – sie das tun wollen.

„Eines der zentralen Ziele ist, dass den Kindern ein gleichberechtigter und chancengerechter Zugang zu inner- und außerschulischer gesellschaftlicher sowie politischer Partizipation ermöglicht wird“, so Gründungsmitglied Kathrin Plank. Jegliche physische, sozioökonomische, genderspezifische, sprachliche oder anderweitig geartete Barrieren sollen identifiziert und sukzessive abgebaut werden.

Inklusion soll dabei nicht nur die Teilhabe an gesellschaftlichen Prozessen ermöglichen, vielmehr wird die Heterogenität der Kinder als Chance genutzt, um voneinander zu lernen und eigene Interessen zu entwickeln. Individuelles Arbeiten kann eigene Stärken offenlegen, ohne sich an vorgegebenen Hierarchien, Jahrgangsklassen oder etwa Noten zu orientieren.

„Teilhabe heißt auch, dass die Kinder ihr schulisches Umfeld selbst mitgestalten können“, erklärt Kathrin Plank. Alle Entscheidungen im Schulleben sollen von allen gemeinsam – egal ob Schülerin oder Lehrkraft – beschlossen und getragen werden. Auf wöchentlichen Schulversammlungen werden anstehende Themen besprochen, ein Rechtskomitee und Streitschlichter helfen bei Problemen.

Finanziert werden soll die Privatschule über staatliche Förderung, Stiftungsgelder, einen Trägerverein und über ein solidarisches Elterngeld-Modell. Der Beitrag, den Eltern zahlen sollen, richtet sich nach ihren individuellen Möglichkeiten. Jeder soll nur soviel geben, wie er möchte.

Bevor die Schule eröffnen kann, muss sie noch den staatlichen Genehmigungsprozess durchlaufen. Außerdem ist die Initiative auf der Suche nach einem Gebäude. Wenn alles reibungslos läuft, sollen in zwei Jahren an der Karfunkel-Grundschule in Regensburg die ersten Kinder leben und lernen können.

Am Montag, 10. November wird das Karfunkel-Team sein Schulkonzept im W1 – Zentrum für junge Kultur präsentieren. Dort gibt es einen Vortrag zum Thema „Karfunkel Regensburg, eine freie Schule für alle“. Alle Interessierten sind zu einem Austausch über die Bedeutung und die Möglichkeiten demokratischer Schulen sowie über den Stand und die Inhalte der Regensburger Gründungsinitiative eingeladen. Los geht’s um 19 Uhr.

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