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02. Januar 2020

Eine Menge „guter Vorsätze“

Jedes Jahr aufs Neue nehmen wir uns vor, weniger Schokolade zu essen, mehr Sport zu treiben oder mal wieder ein paar alte Freunde anzurufen. Auch die kult-Redaktion hat ein paar „gute Vorsätze“ fürs neue Jahr.

Auf ein goldenes Jahr 2020 und darauf, dass wir alle unsere guten Vorsätze in die Tat umsetzen. Foto: rcfotostock - stock.adobe.com

Regensburg. Mehr Sport treiben, weniger Alkohol trinken, sich gesünder ernähren – kaum hat die Uhr am 31. Dezember Mitternacht geschlagen, fangen wir an zu bereuen. Dinge, die wir getan, aber vor allem Dinge, die wir nicht getan haben. Und schon sind sie da, die ach so guten Vorsätze, die wir zwar in dem Moment für unglaublich wichtig und gut halten, die sich aber nach ein paar Wochen meist schon wie eine Bestrafung anfühlen. Dabei sollten wir uns viel lieber Dinge vornehmen, die unser Leben wirklich besser, uns glücklicher und im besten Fall auch noch unsere Umwelt sauberer machen. Als kleine Inspiration kommen hier die guten Vorsätze der kult-Redaktion:

Stina

Vor zwei Jahren wollte ich mindestens zehn Bücher lesen, geschafft hab ich 15. 2019 hab ich mit dem Rauchen aufgehört, zumindest im nüchternen Zustand und 2020 will ich mich mehr sozial engagieren. Das heißt im Klartext spenden und zwar den Teil, der auch von meiner Kirchensteuer an soziale Einrichtungen gehen würde. Ich bin zwar schon vor ein paar Jahren ausgetreten, die Spenden sollen deshalb aber nicht verloren gehen. Also wer einen Tipp hat, welchem gemeinnützigen Zweck meine Spende 2020 helfen könnte, ich bin offen für Vorschläge.

Maria

Bisher war ich nie der Typ für konkrete Neujahrsvorsätze. Klar, hab ich mir wie jeder gedacht: Ab Januar gehe ich wieder regelmäßig laufen und das Leben gelassener an, esse weniger Schokolade, blablabla... Ernsthaft einen Plan zurecht gelegt, geschweige denn etwas durchgezogen, habe ich aber bisher nie. Deshalb lautet mein Vorsatz: Ich möchte mir 2020 darüber klar werden, was ich überhaupt wirklich will in meinem Leben – beruflich, privat, persönlich. Klingt banal. Ist aber für jemanden wie mich, der immer viel zu viel auf einmal will, eine ganz schöne Herausforderung.

Jonas

Mit den guten Vorsätzen zum Jahresanfang kann ich ziemlich wenig anfangen. Nicht nur, weil ich wankelmütig und starrsinnig zugleich bin. Auch weil ich der festen Überzeugung bin, dass sich Vorhaben ganz von alleine im Kopf festsetzen und die dazugehörigen Entscheidungen instinktiv getroffen werden, wenn sich das Gewissen erst einmal oft genug zu Wort gemeldet hat – einen Stichtag wie den 1. Januar brauche ich dazu nicht. Alles, was kurz vor dem Jahreswechsel als künftiges Gesetz ausgerufen wird, ist nach meinem Dafürhalten unnatürlich, halb gar und wenig nachhaltig.

Christina

Ich finde Mode toll. Ständig verliebe ich mich in irgendein Teil und dann nehmen ich es mit. Gleichzeitig kann ich mich aber extrem schlecht von alter Kleidung trennen. Wenn ich dann etwas neues in meinen übervollen Schrank stopfe – ja, stopfe! – dann fühlt sich das falsch an. Dieser übermäßige Konsum tut mir nicht gut und der Umwelt auch nicht. 2016 habe ich schon mal in der Fastenzeit darauf verzichtet, mir Klamotten und andere Luxusgüter zu kaufen. Aber das waren nur 40 Tage. 2020 nehme ich mir vor, dass im ganzen Jahr nicht mehr als 20 Kleidungsstücke in meinem Schrank landen. Und der wird Anfang des Jahres auch nochmal ordentlich ausgemistet und aufgeräumt.

Oxana

In diesem Jahr habe ich ganz schön viel geschafft und zwar ganz ohne Vorsatz. Ich habe meinen Plastik- und Fleischkonsum deutlich reduziert und verzichte aufs eigene Auto. Ich genieße den Moment mehr und bin dankbar – statt immer mehr zu wollen. Nächstes Jahr will ich all das weiter ausbauen. Außerdem will ich meine Hobbies mehr pflegen. Mein Ziel für 2019 habe ich nicht geschafft, deshalb schiebe ich es auf 2020: Weniger kaufen, einen hohen Geldbetrag ansparen und dann schlau investieren.

Veronika

Die vergangenen Jahre waren Vorsätze nicht wirklich mein Ding. Ich habe mir nie etwas Bestimmtes vorgenommen, sondern habe jedes Jahr einfach auf mich zukommen lassen. In 2020 starte ich erstmals seit langem wieder mit einem Ziel: Ich möchte jeden Tag etwas bewusster leben. Deshalb habe ich mir zu Weihnachten eine Art Tagebuch gewünscht. Darin kann man an jedem Tag eintragen, was man gelernt hat, wie glücklich man war und noch viel mehr. Insgesamt möchte ich nicht mehr so viel am Handy hängen und dafür mehr lesen, joggen gehen und Yoga machen.