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Titelfoto: Robert Meindl
03. Juli 2020

Endlich wieder Kino

Die Regensburger Lichtspielhäuser melden sich zurück – diese Filme laufen jetzt im Kino.

Cineasten dürfen sich freuen: Seit Donnerstag, 2. Juni haben die Kinos in Regensburg wieder geöffnet. Foto:Robert Meindl

Regensburg. Nach drei Monaten ist es soweit: Seit Donnerstag, 2. Juli haben die Regensburger Kinos ihre Pforten wieder geöffnet. Die Kinobetreiber sind voller Vorfreude und halten sich an die umfangreichen Vorgaben der bayerischen Regierung: So steht Desinfektionsmittel bereit und Laufwege sind aufgezeichnet, damit keine Staus entstehen. Auch in den Kinos müssen die Daten der Besucher erfasst und die Abstandsregeln eingehalten werden. Ursprünglich sah das Sicherheitskonzept vor, dass alle Besucher einen Mundschutz tragen müssen – auch während des Films. Kurz vor dem Regensburger Kinostart wurde diese Regelung aber gekippt: In Theater- und Kinosälen braucht man seit Anfang Juli die Maske nur noch auf dem Weg zum Platz, beschloss der Ministerrat am Dienstag, 30. Juni. Tickets können online reserviert oder an der Kasse kontaktlos bezahlt werden.

Gut gewappnet für den Restart

Während der Schließung hat das Reginakino in eine neue Lüftungsanlage investiert. Auch wenn Kino im Hochsommer eher nicht so beliebt ist, hofft Doris Goldermann auf viele Besucher. So starten sie am Donnerstag unter anderem mit „Die schönsten Jahre eines Lebens“ und dem Kinderfilm „Meine Freundin Conni – Geheimnis um Kater Mau“. Außerdem sind „Narziss und Goldmund“ und „Die Känguruchroniken“ wieder im Programm. Zur aktuellen „Black Lives Matter“-Bewegung wird ebenfalls ein Beitrag gezeigt.

Auch Robert Meindl vom Ostentorkino fühlt sich gut gewappnet: „Wir haben eine Ampel mit Lichtschranke beim Durchgang zu Getränkeverkauf und Toiletten installiert, die auf Grün schaltet, sobald der Durchgang frei ist.“ Außerdem haben sie einen Hygienebeauftragten ernannt. „Mit ihm haben wir einen Kurzfilm gedreht, der vor jeder Vorstellung die Verhaltensregeln erläutert“, so Meindl. Zum Start gibt es „Berlin Alexanderplatz“, „Emma“, „Suicide Tourist“ und vieles mehr zu sehen. Die Ostentorkino-Aktionäre sind vorab zu einer exklusiven Vorführung eingeladen. „Ohne die finanzielle Unterstützung wäre es fraglich gewesen, ob wir die Pforten des Lichtspielhauses überhaupt wieder hätten öffnen können.“

Die Plätze sind begrenzt

Marius Hartung von der Filmgalerie im Leeren Beutel ist optimistisch: „Unser Publikum ist naturgemäß sehr vernünftig, sodass ich mir wenig Sorgen mache.“ Maximal 30 statt üblicherweise 90 Besucher finden hier Platz. „Je leerer das Kino, desto freier die Sicht auf die Leinwand.“ Dank mehrerer großer Fenster im Kinosaal kann hier schnell durchgelüftet werden. Zum Start gibt es – passenderweise – die amüsante Katastrophendoku „Master of Disaster“ zu sehen. Außerdem stehen „Monos – Zwischen Himmel und Hölle“ und Filme zu „Black Lives Matter“ auf dem Programm.

Im Garbo-Kino bleibt jede zweite Sitzreihe gesperrt. Achim Hofbauer fühlt sich gut vorbereitet, glaubt aber auch, dass zu Beginn mit keinem großen Ansturm zu rechnen ist, da zugkräftige Filme wie „Tenet“ und „Mulan“ in den Herbst verschoben wurden. Gezeigt werden nun „Besser Welt als nie“, „Der Fall Richard Jewell“, „The Gentlemen“ und einige mehr.

In den Kinos im Andreasstadel setzt man ebenfalls auf Frischluft: Zwischen den Filmen wird mindestens 60 Minuten gelüftet. In den Sälen laufen „Undine“, „Jean Paul Gaultier – Freak and Chic“, und „La Palma“.