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Titelfoto: iStock / belchonock
25. Juli 2020

Es geht auch mit weniger

Minimalismus im Kleiderschrank: Wir zeigen euch, wie die Capsule Wardrobe funktioniert.

Mit der Capsule Wardrobe lernt ihr euren eigenen Stil besser kennen und setzt vermehrt auf Basics.iStock / belchonock

Regensburg. „Ich hab‘ nichts zum Anziehen!“ Bei wem fällt dieser Satz nicht ab und zu? Das Skurrile dabei: Die meisten von uns, die sich über einen Mangel an Outfits beschweren, haben nicht nichts zum Anziehen, sondern zu viel.

Was ihr konkret gegen diese Reizüberflutung tun könnt? Das Motto „weniger ist mehr“ gilt auch für eure Garderobe. Wir zeigen euch, wie ihr eine Capsule Wardrobe erstellen können und welche Vorteile der Trend eines minimalistischen Kleiderschrankes mit sich bringt ...

Den Begriff der „Capsule Wardrobe“ prägte die Londoner Boutique-Besitzerin Susie Faux bereits in den 70er-Jahren. Den englischen Begriff „Capsule Wardrobe“ könnte man in etwa mit „minimalistischer Kleiderschrank“ ins Deutsche übertragen. Ziel ist es, dass ihr den Inhalt eures Schrankes drastisch aussortiert und Kleidungsstücke, die sinnlos auf den Kleiderbügeln verweilen, entsorget. Ob ihr sie zur Kleidersammlung bringen oder auf dem Flohmarkt oder bei Ebay verkauft, ist euch überlassen.

Alle drei Monate

Euer Kleiderschrank wird idealerweise pro Quartal nur eine bestimmte Anzahl an Teilen beinhalten, die ihr miteinander kombinieren könnt. Mit jeder Jahreszeit sortiert ihr neu aus, denn der Wintermantel muss im Sommer nicht im Schrank hängen. Als Anhaltspunkt könnt ihr einen Zeitraum von drei Monaten wählen. So legt ihr los: Setzt euch im Kalender einen konkreten Stichtag für den Beginn des Projektes „Capsule Wardrobe“. Ihr werdet garantiert Zeit zum Sortieren brauchen, also wählt am besten einen Wochenend- oder Urlaubstag. Geht Sie nach dem Aschenputtel-Prinzip vor und stellt zwei große Kisten mit der (mentalen) Aufschrift „Ja“ und „Nein“ vor euren Kleiderschrank. Es heißt nun, Entscheidungen zu treffen: „Die Guten ins Töpfchen, die Schlechten ins Kröpfchen“. Seid ehrlich und befördert die Teile, die ihr so gut wie nie getragen habt, in die „Nein“-Kiste. Falls euch eine reine „gut und schlecht“ oder „ja und nein“-Kategorie zu gewagt vorkommt, stellt noch eine dritte „vielleicht“-Kiste dazu. Alles, was da drin landet, könnt ihr nochmal überdenken und zwischenlagern. Wenn ihr die Sachen drei Monate später nicht vermisst, dann wisst ihr, was zu tun ist ...

Die Zahl 35

Nach dem Aussortieren eures Schrankes sollten 35 Teile übrig bleiben – inklusive Schuhen und Accessoires wie Schals und Taschen. Keine Panik: Unterwäsche, Nachthemden und Sportbekleidung zählen nicht dazu. Trotzdem empfiehlt es sich, auch die Wäscheschublade gründlich auf ihren Inhalt zu überprüfen und gegebenenfalls Teile auszusortieren. Ihr sollt am Ende mit wenig Teilen möglichst viele Outfit-Variationen kreieren können. Da hilft ein türkisfarbenes Oberteil und eine gelbe Hose herzlich wenig. Farbtupfer ja, aber mit Bedacht - also beschränkt eure Must-Have-Farbe zum Beispiel auf eine Tasche, die zu den neutralen Farben eurer Garderobe passt. Durch die Methode könnt ihr euch übrigens nicht nur Geld beim Shoppen sparen, auch euer Wäscheberg wird in Zukunft kleiner.

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