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Titelfoto: Robert Torunsky
11. August 2017

„Flötzinger-Brille liegt im Safe“

Sebastian Bezzel und Simon Schwarz plaudern beim ihrem Besuch im Reginakino nicht nur über den neuen Eberhoferkrimi „Grießnockerlaffäre“, sondern auch Internas aus.

Sebastian Bezzel und Simon Schwarz auf Stippvisite im Reginakino. Für Regina-Chefin Doris Lerchl-Goldermann immer wieder ein schöner Termin.Robert Torunsky

Regensburg. „Drehen. Regensburg besuchen. Dann wieder drehen und wieder Regensburg besuchen.“ So beschrieben Sebastian Bezzel und Simon Schwarz, die Hauptdarsteller der beliebten Eberhoferkrimis, am Mittwochabend im Reginakino augenzwinkernd ihren Turnus. Und auch wenn das natürlich ein wenig geflunkert war – der letzte Besuch, anlässlich des Vorgängerfilms „Schweinskopf Al dente“, lag laut Regina-Chefin Doris Lerchl-Goldermann exakt 370 Tage zurück – war den beiden anzumerken, dass sie sich in dem Filmtheater zu Hause fühlen. Das ist auch kein Wunder, denn der Empfang war schon etwas Besonderes: Der rote Teppich ausgerollt, die Regensburger Formation „DrahDeWadl“ spielte zünftig auf und die beiden Schauspieler durften sich obendrein an bayerischen Schmankerln – die Simon Schwarz in seiner Filmrolle Rudi Birkenberger sicherlich als „weltklasse“ bezeichnet hätte – laben. Geschwächt von der Suppendiät im aktuellen Film „Grießnockerlaffäre“ und den Strapazen der begleitenden Kinotour – das Regina war der 16. Stopp in Deutschland und Österreich innerhalb einer Woche – nahmen die beiden das leckere Angebot gerne an. Nach der Stärkung am (nieder)kalten Büffet betraten die Schauspieler blendend gelaunt die Bühne des mit knapp 280 Besuchern restlos ausverkauften Regina-Saals. Nachdem die Cineasten sich mit Fragen zum aktuellen Film „Grießnockerlaffäre“ noch vornehm zurückhielten, lockerte Bezzel mit „Sind noch Fragen zum Schweinskopf offen?“ die Stimmung auf. Das Eis war gebrochen und es wurden nun beherzt Fragen zum Vorgängerfilm gestellt, die launig beantwortet wurden. Eine Kostprobe: „Der berühmte Blick vom Eberhofer? Der stammt daher, dass ich bei den Dreharbeiten immer 20 Liter alkoholfreies Bier saufen muss“, scherzte Bezzel.

Zwei glückliche Gewinner durften sich über original Eberhofer-Shirts freuen. Simon Schwarz kontrollierte mit birkenbergerscher Akribie dann auch noch die Richtigkeit der Losnummer – schließlich sollten die Shirts, die im Film bekanntlich selbst unter der Polizeiuniform oder als Schlafgewand ihren Zweck erfüllen, auch in die richtigen Hände gelangen. Doch an diesem Abend waren ohnehin alle Besucher Gewinner, da sie neben dem Starbesuch, einem gewohnt amüsanten Film und einem exklusiven Gläschen „Franz Eberhofers Lieblingssenf“ von Händlmaier auch viele Insider-Informationen geboten bekamen. Denn die beliebten Ermittlerplauderten bei ihrer Stippvisite in dem ebenfalls ausverkauften angrenzenden Metropolis-Saal noch die drei am besten gehüteten Requisiten der Produktionsfirma Constantin aus. „Das Polizeifahrzeug vom Eberhofer stammt tatsächlich noch von der Polizeiinspektion 1 und wird nur für die Dreharbeiten aus dem Museum geholt“, verriet der ehemalige „Tatort“-Kommissar Bezzel die Herkunft des Audis, der schon bei der beliebten Krimiserie aus den 70ern- und 80ern seinen Dienst verrichtet hatte. Das gilt übrigens auch für die gebürtige Regensburgerin „Oma Eberhofer“ Enzi Fuchs, die damals Mitglied des „Polizeiinspektion“-Ensembles war. Wie Augäpfel würden laut Bezzel auch die – ähnlich den Shirts – sehr widerstandsfähige Eberhofer-Jeans und die Flötzinger-Brille gehütet, „die bei Constantin im Safe liegt.“ Bevor Simon Schwarz und Sebastian Bezzel dann zum nächsten Stopp der Kinotour nach Straubing weiterzogen, hatten sie sich vor dem Treffen mit den Fans noch Zeit für ein Interview genommen.