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Veronika Königer
04. Februar 2020

Fünfmal Kunst im Februar

Während der Februar wettertechnisch noch im grauen Einheitsbrei schwimmt, begeben wir uns heute mal auf Regensburgs künstlerisch wertvolle Seite. Hier kommen fünf Ausstellungen die ihr euch unbedingt anschauen solltet.

Ihr wollt wissen, was das Ei da auf der Wassermelone macht? Dann solltet ihr die Ausstellung „Position R“ im Leeren Beutel besuchen. Foto: Florian Toperngpong

Regensburg. Verdrehte Muster, bunte Farben, vom Boden bis in den Himmel, gibt es wieder jede Menge zu sehen. Wir verraten euch, welchen Einblicke sich diesen Monat ganz besonders lohnen.

Reisen, Entdecken, Sammeln

Das ist das Motto der neuen Ausstellung im Kunstforum Ostdeutsche Galerie. Gezeigt wird die Sammlung der Michaela-Riese-Stiftung: Kunstwerke von ostdeutschen und anderen europäischen Künstlern aus der Zeit vor der Wende. Zum Beispiel von Günther Uecker, der einen Zeitungsstapel mit Nägeln durchbohrt hat, um die damalige Zensur in Osteuropa anzuprangern – eine bunte Mischung, die noch mal eine ganz andere Perspektive auf die Zeit der Teilung Europas wirft! Von 22. Februar bis 3. Mai sind die Kunstwerke zu sehen.

Die Ausstellung ist Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr geöffnet, am Donnerstag bis um 20 Uhr.

Mehr als nur Untergrund

Wir gehen drauf, wir stehen drauf, manchmal setzen oder legen wir uns auch drauf – die Rede ist vom Boden. Der ist allerdings nicht nur Untergrund, sondern auch Grundlage unserer Nahrung. Und für manche noch viel mehr: In der Stadtbücherei Regensburg im Thon-Dittmer-Palais sind ab dem 5. Februar Bilder von Hobbyfotografen zu sehen, die zeigen, welche Bedeutung Boden für sie hat. Außerdem gibt es unter dem Motto „Boden schätzen – Boden schützen“ Infos vom Verbraucherservice Bayern zu Gefährdung und Schutz des Bodens.

Die Ausstellung ist bis zum 3. März zu sehen und ist Dienstag bis Freitag von 10 bis 19 Uhr und Samstag von 10 bis 16 Uhr geöffnet.

Alles nur aus Linien

Astrid Schröder: Shifting Shades

Linien zeichnen wir alle ständig, schon allein wenn wir etwas durchstreichen. Astrid Schröder macht aus den Linien Kunst. In vielen verschiedenen Farben oder nur in einer, in Mustern oder einfach nur gerade, und immer wieder im gleichen Schema. Klingt im ersten Moment nicht besonders künstlerisch, aber Schröders Bilder haben etwas Hypnotisches, das einen beim längeren Hinsehen irgendwie in den Bann zieht – Linie ist eben nicht gleich Linie. Sollte man unbedingt mal gesehen haben! Die Gelegenheit dazu habt ihr von 5. Februar bis 5. März im Schaulager des artspace Erdel, Am Schallern 4.

Die Ausstellung hat montags bis freitags von 11 bis 18 Uhr geöffnet.

Heimatmalereien aus der Mongolei

Weite, grüne Steppe, endloser blauer Himmel, dazwischen ein paar kleine Seen und weidende Tiere – das ist die Mongolei, wie der Künstler Nyamluvsan Jamiyan-Irees sie sieht und malt. Erstmals sind seine Bilder jetzt auch in Deutschland zu sehen, und zwar in einer Sonderausstellung des Naturkundemuseums Ostbayern. Bis zum 8. März sind die Landschaftsbilder dort unter dem Titel „Die Heimatlandschaften der Vorfahren“ ausgestellt – Vorsicht, Fernweh vorprogrammiert!

Die Ausstellung hat montags von 9 bis 12 Uhr, dienstags bis freitags von 9 bis 16 Uhr und sonntags von 10 bis 17 Uhr geöffnet.

Gesellschaftskritik mit Augenzwinkern

Die Ausstellung bringt das Schaffen des Kulturförderpreisträgers der Stadt Regensburg von 2018 resümierend auf den Punkt. Foto: Florian Toperngpong

2018 wurde er mit dem Kulturförderpreis der Stadt Regensburg geehrt, jetzt steht er im Mittelpunkt der alljährlichen Ausstellung „Position R“ im Leeren Beutel: Florian Toperngpong. Als Allround-Talent ist er nicht nur Performance-Künstler, sondern auch Grafiker, Schauspieler und Schriftsteller – und das zeigt sich auch in den präsentierten Aktionen, die humorvoll wichtige Themen unserer Gesellschaft ansprechen. Wie in den vergangenen Jahren wurde die Ausstellung in Kooperation mit Kunststudenten der Uni Regensburg konzipiert. Sie ist von 15. Februar bis 22. März zu sehen.

Die Ausstellung ist dienstags bis sonntags von 9 bis 16 Uhr geöffnet.

Veronika Königer