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Veronika Königer
08. März 2019

Gärtnern ohne Grenzen

Lust auf Natur, aber keinen Garten? Kein Problem! Transition Regensburg startet gemeinsam mit CampusAsyl in diesem Frühjahr ein integratives Urban Gardening Projekt.

In diesem kleinen Park östlich von OTH und Uni soll der integrative Garten entstehen. Foto: Veronika Königer

Regensburg. „Unser Wunsch ist es, dass man in einer Gemeinschaft, die keine kulturellen Grenzen zieht, draußen an der frischen Luft gärtnern kann!“, erklärt Lorenz Albrecht von Transition die Grundidee hinter dem neuen Gartenprojekt: Menschen mit und ohne Migrationshintergrund sollen gemeinsam einen kleinen städtischen Garten in Regensburg aufbauen. Platz dafür ist östlich von OTH und Uni: Wenn man mit dem Rücken zur OTH steht und auf die TechBase blickt, dann ist links davon ein kleiner Park, durch den ein Radweg hindurchführt. Neben diesem Radweg gibt es einige Parzellen, die von der Stadt für „Urban-Gardening“- Projekte reserviert sind. In vieren davon soll der integrative Garten entstehen.

Die ersten Schritte bestehen darin, das Grundstück zu besichtigen und festzulegen, wie viele Beete welcher Art entstehen sollen. Dabei gibt es die Wahl zwischen normalen Tiefbeeten und Hochbeeten. Das sind sozusagen Beete in großen, oben offenen Kisten aus Europaletten, die zuerst mit Schnittgut von Bäumen, dann mit Kompost und als oberster Schicht mit Humus befüllt werden. Sie bieten den Vorteil, dass keine Menschen oder Tiere einfach hindurchlaufen können. Mitte März geht es dann ans Bauen: Zusätzlich zu den Beetensoll eine Einhausung für Wasserkanister entstehen; ein einfacher Schutz, damit dieBehälter nicht Wind und Wetter ausgesetzt sind. Das Wasser soll über einen Hydranten bezogen werden, man könnte aber auch Regenwasser sammeln. Außerdem braucht man eine Kompost- und eine Aufbewahrungskiste. Dafür ist natürlich einiges an Werkzeug nötig – deshalb ist jedeMaterialspende willkommen. Bald sollen die Beete dann bepflanzt werden. Um Samen zu besorgen, bietet sich der Saatguttag im Evangelischen Bildungswerk am 16. März an.

Transition ist der Träger des Projekts, teilweise finanziert wird es von der anstiftung, einer Stiftung, die deutschlandweit städtische Gemeinschaftsgärten unterstützt. Mitmachen kann aber jeder, man muss kein Mitglied bei Transition sein. Entstehen soll das Projekt sowieso gemeinschaftlich: alle können ihre Ideen einbringen und daran mitarbeiten, auch, wenn man noch gar keine Ahnung vom Gärtnern hat. Dabei ist es egal, ob man nur am Anfang Lust hat, beim Bauen zu helfen, oder längerfristig gemeinsam mit einer kleinen Gruppe die Verantwortung für ein Beet übernehmen will – jeder ist willkommen.

Das „Urban- Gardening“- Projekt ist nicht das erste seiner Art: In Regensburg gibt es schon mehrere , zum Beispiel in Stadtamhof. Dort könnt ihr jederzeit vorbeigehen und euch das Konzept anschauen – und auch einmal sehen, was ein Hochbeet eigentlich genau ist. Solltet ihr dann Lust bekommen haben, selbst an so einem Garten mitzuwerkeln, könnt ihr euch unter integrativer.garten@transition-regensburg.de melden oder am 16. März zum Saatguttag im Evangelischen Bildungswerk kommen, wo Transition und das Projekt auch mit einem Stand vertreten sind.

Homepage von Transition: https://www.transition-regensburg.de/

Homepage von CampusAsyl: https://www.campus-asyl.de/

Veronika Königer