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09. August 2019

Hightech im Kunsttunnel

Berkan Karpat präsentiert ab 9. August seine Versuchsanordnung im Donumenta Art Lab.

Berkan Karpats Kunst ist eine Versuchsanordnung. Foto: Roul Amaar Abbas

Regensburg. Interaktiv und interdisziplinär – im Donumenta Art Lab Gleis 1-9 geht es darum, wie Kunst in die Lebenswelt der Menschen hineinwirkt. Die raumgreifende Licht- und Klanginstallation des Künstlers Berkan Karpat thematisiert die Ästhetik des Korans. Besucher können das in der Ausstellung auch körperlich erfahren.

Nach Markus Kaisers Lebensrauminstallationen zeigt die Donumenta von 9. August bis 29. September im Art Lab Gleis 1-9 am Hauptbahnhof die Licht- und Klanginstallation „Iqra“. „Iqra“ heißt auf arabisch so viel wie „Rezitiere!“ oder „Trage vor!“ und ist auch das erste Wort der ersten Koransure. Ihr widmet der Münchner Künstler Berkan Karpat seine interaktive Installation. Mit seinen Arbeiten schafft Karpat den Spagat zwischen Kunst und Wissenschaft, zwischen Hightech und Poesie. Der Künstler nennt das Cyberphysical Art, wenn seine Werke die Blut- und Hormonwerte von Ausstellungsbesuchern verändern. In einer Skulptur sind Passagen des Korans in einen kubischen Wasserbehälter mit zwei Kammern eingeschlossen. Mit einer Abfolge von Sinustönen flüstert das Wasser den Betrachtern seine Melodien zu. In einer zweiten interaktiven Skulptur verwandelt eine vibrierende Platte Hören in Fühlen: Der Körper wird über die Berührung mit den Fingern in Schwingung gebracht.

Die Ausstellung hat ab 9. August jeweils Mittwoch bis Sonntag von 14 bis 19 Uhr und donnerstags bis 21 Uhr geöffnet. Jeden Donnerstag um 19 Uhr besteht außerdem die Möglichkeit zu einem Kunstgespräch. Führungen werden auf Anfrage per E-Mail an info@donumenta.de angeboten.