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10. Juli 2019

Kino unter freiem Himmel

Das wohl romantischste Kino Regensburgs ist endlich zurück! Von 11. Juli bis 18. August flackert im Cinema Paradiso wieder jeden Abend ein Film über die Open-Air-Leinwand.

Ausgabe und Rückgabe der Kopfhörer sind inzwischen so gut koordiniert, dass niemand lange warten muss. Foto: Mathias Brekle

Regensburg. Kinogenuss nur wenige Meter von der Donau entfernt, versteckt zwischen ein paar Bäumen und mit nichts, außer den Sternen über den Köpfen und Funkkopfhörer auf den Ohren der Zuschauer: Morgen startet das Cinema Paradiso mit seiner ersten Vorführung, genauer gesagt mit der deutschen Komödie „25 km/h“.

Bis 18. August läuft in dem Open-Air-Kino am Grieser Steg jeden Abend ein ausgewählter Film. Das Programm haben Josef Lommer und Florian Scheuerer zusammengestellt, die seit Anfang des Jahres die Kinos im Andreasstadel führen.

„Das Programm macht sich übers Jahr eigentlich von selbst“, verrät Scheuerer. Zu sehen sind Filme, die bei den Zuschauern im Andreasstadel gut angekommen sind und die allgemein gute Zahlen eingespielt haben; Filme, die innerhalb des letzten Jahres erschienen sind, sowohl Arthouse als auch Filme aus dem Mainstream, deutsche wie internationale – nur nach Actionstreifen sucht man im Programm vergeblich. „Uns kommt es auf stimmungsvolle, schöne, interessante Geschichten an, die zum Open Air passen“, erklärt Lommer.

Im Großen und Ganzen läuft alles wie in den vergangenen fünf Jahren ab. Über etwas, was es so noch nicht gab, freuen sich Lommer und Scheuerer, die das Freilichtkino zusammen mit Nelli Färber vom Hotel Orphee auf die Beine, aber doch: An zwei Terminen bekommt das Cinema Paradiso in diesem Jahr zum ersten Mal Besuch von Filmemachern. Bevor am 18. Juli die Musikdokumentation „Blown Away“ läuft, geben die beiden Protagonisten Hannes und Ben ein kleines Unplugged-Konzert. Und am 30. Juli stellen Lena Wendt und Ulrich Stirnat ihre Reisedoku „Reiss aus“ persönlich vor.

Wie in den letzten Jahren braucht man auch im Open-Air-Kino nicht hungern. Ab 17 Uhr bewirtet Kurt Tashin, ein ehemaliger Mitarbeiter des Orphees, die Gäste mit gefüllten Weinblättern, Lahmacun und anderen türkischen Köstlichkeiten. Rund 20 verschiedene, jeden Tag frisch zubereitete Vorspeisen kann man in einem der Pavillons oder auf einem der Kissen an Donau genießen. Natürlich darf dort auch essen, wer nicht ins Kino geht – oder umgekehrt.

Der Projektor wird jeweils um ungefähr 21 Uhr, wenn es langsam dunkel wird, angeworfen. Wie in den Jahren davor können die Hälfte der 300 Plätze reserviert werden, die restlichen Karten werden an der Abendkasse verkauft. Reservierung hin oder her, anstehen müssen am Abend alle – schließlich werden an der Kasse auch die Kopfhörer ausgegeben, ohne die das stille Kino nicht funktioniert. Bei schlechtem Wetter entfällt der jeweilige Film oder wird am Jokertag in der folgenden Woche nachgeholt.

Das Ganze Programm findet ihr auf www.cinemaparadiso-regensburg.de.

Zwischen 15 und 18 Uhr könnt ihr unter Telefon (0151) 14 34 35 00 Plätze reservieren.