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26. Mai 2020

Koljas Kurzgeschichten

Ferge X Fisherman haben gerade ihr Debütalbum „Blinded By The Neon“ rausgebracht. Woher die Inspiration für die Storytelling-Platte kam, verrät Kolja „Fisherman“ Pibbernow im Interview.

Luka Fehrmann (re.) und Kolja Pibbernow sind Ferge X Fisherman. Foto: Nikkoel Kiefer

Regensburg. Mit ihrer Debut-EP „Gone Fishing“ haben Luka Fehrmann und Kolja Pibbernow als Ferge X Fisherman vor ziemlich genau zwei Jahren eine erste Duftmarke hinterlassen und damit Hip-Hop-Heads wie Jazzliebhaber um den Finger gewickelt. Mit Tourneen in Österreich und Deutschland hat sich die Jazz-Rap-Combo schnell eine solide Fanbase aufgebaut. Nach einer Produktionsphase in den USA und intensiver Studioarbeit in Deutschland präsentieren die beiden nun ihr Debütalbum „Blinded By The Neon“.

Kolja, was hat sich in letzter Zeit bei euch getan?

Kolja Peer: Einiges. Unser Debütalbum kam am 22. Mai über unser eigenes Label. Dafür hatten wir natürlich viel vorzubereiten und zu planen. Außerdem haben wir noch zwei Musikvideos produziert. Das hat auch viel Zeit in Anspruch genommen, aber die Arbeit hat sich gelohnt. Wir sind alle sehr stolz auf das Album.

Wie überbrückt ihr das Corona-Tal?

Durch Corona mussten wir leider die geplante Tour absagen. Deshalb haben wir grade mehr Zeit als gedacht. Das ist aber nicht unbedingt schlecht, weil wir dadurch Zeit haben, neues Material zu schreiben und uns mal mit ganz anderen musikalischen Output-Möglichkeiten zu beschäftigen.

Eure neue Platte „Blinded by the Neon“ beschreibst du als Storytelling-Album. Welche Story erzählst du denn darauf?

Das Album wird aus der Perspektive eines mehr oder weniger erfolglosen Künstlers/Musikers erzählt. Dieser durchlebt eine Nacht, in der sich durch verschiedene Ereignisse und Begegnungen seine Perspektive auf Erfolg, Glück, sein künstlerisches Schaffen und seine Beziehungen ändert.

Woher nimmst du die Inspiration für deine „Kurzgeschichten“?

Das Album ist der Versuch einer Hommage an Tom Waits „Heart Of Saturday Night“. Dadurch ist das Album natürlich eine große Inspiration. Außerdem stecken in der Geschichte natürlich auch viel eigene Erfahrungen und Erlebnisse drin.

Wie klingt das Album und welche Songs darauf liegen dir besonders am Herzen?

Beatmaker-Ästhetik und Jazz Liveband treffen auf introspektiven Rap, so könnte man das vielleicht grob zusammenfassen. Ich persönlich mag „Backstage“, „Call You“ und „Drunk On The Moon“ am liebsten. Ich finde, dass die Songs als inhaltliche Eckpfeiler für die Platte fungieren. Außerdem gefällt mir „Backstage“ musikalisch am besten.

Gibt es schon Pläne für die Zeit nach den Ausgangsbeschränkungen?

Auf jeden Fall. Sobald es möglich ist, wollen wir wieder Konzerte spielen. Und mal wieder zusammen mit der ganzen Band an neuen Songs arbeiten. Wir werden in ein paar Wochen via Livestream einen Releasefilm rausbringen. Das ist dann hoffentlich ein kleiner Wermutstropfen, wenn schon die Releasekonzerte ins Wasser gefallen sind.