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Titelfoto: Stina Walterbach
02. März 2018

Kunst, die verbindet

Noch bis 14. März zeigt Katharina Tenberge im Andreastadel ungewöhnliche Stadtansichten, einen grenzüberschreitenden Dialog oder wie sie es nennt „Urban Structures“. Wir haben uns mal mit ihr gemeinsam in der Ausstellung umgeschaut.

Urban Structures Katharina TenbergeStina Walterbach

Regensburg. Eine leere Parkbucht, ein Werbeplakat auf einer Hauswand und ein regennasser Weg, der überallhin führen könnte – Katharina Tenberge ist freischaffende Fotografin und hat sich ein Jahr lang mit ihrem neusten Projekt „Urban Structures“, einem Dialog zwischen Regensburg und Pilsen, beschäftigt. Das Ergebnis gibt es derzeit im Rahmen des Treffpunkt Festivals im Andreasstadel zu sehen.

Insgesamt 14 Fotografien hängen im Dachgeschoss vom Andreasstadel. Immer eine Stadtansicht aus Regensburg und eine aus Pilsen. Darunter zeigen kleine Texte, was die Werke verbindet und so besonders macht. Eine spannende Sicht auf das Welterbe, das ja sonst eher mit seinen Sehenswürdigkeiten glänzt. Für Neuregensburgerin Katharina Tenberge sind es aber eben gerade diese Ecken und Strukturen, die sie besonders reizen. „Ich bin noch nicht so lange in Regensburg und wollte mich gerne mit der Stadt auseinandersetzen und Regensburg ein bisschen für mich erforschen“, sagt die Fotografin. Einen Dialog mit anderen Städten hatte sie dabei aber noch nicht im Sinn, das sei erst später gekommen: „Ich war auf die Pilsen Designweek eingeladen, um ein paar meiner Fotografien zu zeigen, da hatte Sebastian Knopp, der Kreativmanager von Regensburg, die Idee auch Pilsen in das Projekt einzubeziehen“, sagt Tenberge.

Gesagt, getan. Tenberge fuhr noch mal nach Tschechien und erschloss sich Pilsen auf ihre ganz eigene Weise. Am Ende schmiss sie alle Bilder zusammen und suchte sich Paare, die für sie einen gemeinsamen Nenner haben, der in der Ausstellung jetzt in Textform untern den Fotografien prangt.

Was der einzelne Besucher allerdings in jedes Bild interpretiert, ist natürlich jedem selbst überlassen. „Ich selbst sehe ja auch unterschiedliche Sachen in den Bildern. Man könnte vermutlich auch andere Pärchen finden. Wenn die Menschen nach der Ausstellung denken ‚Wenn ich das nächste Mal durch eine Stadt gehe, dann achte ich mal auf sowas‘, dann wäre das perfekt, dann habe ich mehr erreicht als ich je gedacht hätte“, sagt die Tenberge.

Noch bis 14. März ist die Ausstellung im Künstlerhaus Andreasstadel zu sehen. Und es lohnt sich, nicht nur, weil bereits eine Erweiterung mit anderen Städten in Planung ist, wie die Fotografin verrät. Wer also Regensburg mal nicht nur mit der Steinernen Brücke, dem Bismarckplatz oder dem Dom verbinden möchte, kann sich bei „Urban Structures“ schon mal ein paar Anregungen holen.