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Titelfoto: Kunstforum Ostdeutsche Galerie/Wolfram Schmidt Fotografie
24. Juni 2020

Kunst, Kultur, Kaffee und Kuchen

Vor 50 Jahren eröffnete das Kunstforum Ostdeutsche Galerie – dieses Jubiläum wird nun mit einem bunten Programm und einem Pop-up-Café gefeiert.

Seit 2006 flankieren die Säulen von Magdalena Jetelová den Eingang in das Kunstforum Ostdeutsche Galerie. Anlässlich des Jubiläums bekommen sie einen neuen Teppich verpasst. Foto:Kunstforum Ostdeutsche Galerie/Wolfram Schmidt Fotografie

Regensburg. Sein Jubiläum hatte das Kunstforum Ostdeutsche Galerie (KOG) zwar anders geplant, doch die neue Situation schafft auch neue Ideen und Gelegenheiten. Während die Ausstellung „(Post-)Europa?“ des aktuellen Lovis-Corinth-Preisträgers Peter Weibel erst ab Oktober gezeigt werden kann, gibt es im Sommer einige feine Highlights zu entdecken.

Ein Sommer voller Kunst

Im Jubiläumssommer 2020 öffnet das KOG seine Schatzkiste. Beim „Kunst-StellDichEin“ werden ab Ende Juni einzigartige Stücke aus der grafischen Sammlung gezeigt. Ein mobiles Gehäuse, gerade mal für ein Werk und einen Besucher gebaut, wandert ab Ende Juni durch die Dauerausstellung. Jeden Monat findet so ein Paar zusammen: eine Papierarbeit in Gegenüberstellung mit einem Gemälde. Dabei ergeben sich überraschende Zusammenhänge. Das Projekt ist in Zusammenarbeit mit dem Kulturpartner Bayern 2 entstanden. So könnt ihr den Geschichten der Kunstwerke lauschen.

Happy Birthday, KOG! Seit 50 Jahren ist es ein Teil von Regensburg. Das Bild zeigt Arbeiten an der Westfassade vor der Eröffnung 1970. Foto: Archiv Kunstforum Ostdeutsche Galerie/Wilkin Spitta

Auch wenn der tatsächliche Aktionsradius diesen Sommer allgemein beschränkt bleibt – für die Kunst und Fantasie gibt es keine Grenzen. Ab 9. Juli entführt die Ausstellung „Fernweh“ in geheimnisvolle Landschaften und an inspirierende Orte. Zusammen mit den Künstlern des Jugendstils erfährt man die Magie und betörende Schönheit der Natur – vielfältig gemalt oder gezeichnet – impressionistisch, expressionistisch oder fast abstrakt.

Auch Venus, Göttin der Liebe, bekommt diesen Sommer ihren großen Auftritt: Eine Auswahl aus der Sammlung des Museums umfasst Werke einiger namhafter Künstler, darunter Emil Orlik, Walter Leistikow, Lovis Corinth, Clara Siewert, Adolf Hölzel, Ida Kerkovius, Irma Lang-Scheer, Ernst Mollenhauer, Max Pechstein und Karl Schmidt-Rottluff. Den Schnelldurchlauf durch die Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts beschließen Kunstfotografien der letzten Jahre, darunter auch die Dokumentation eines Gemeinschaftsprojekts des kürzlich verstorbenen Christo und seiner Künstlerkollegin und Ehefrau Jeanne-Claude.

Pop-up-Café am Vorplatz

Für das leibliche Wohl sorgt ein Pop-up-Café am Museumsvorplatz. Ab 24. Juni serviert Tartine – die mobile Cafébar – jeweils mittwochs von 11 bis 17 Uhr Kaffee, erfrischende Getränke sowie süße und herzhafte Snacks zum Mitnehmen. Das Pop-up-Café bietet so eine erfrischende Pause vom Alltag.

Seit 2006 flankieren die Säulen von Magdalena Jetelová den Eingang in das KOG. Heute ist das Museum ohne sie nicht mehr denkbar. 2011 hat das KOG die Installation der international bekannten Bildhauerin, Konzeptkünstlerin und Fotografin angekauft. Das Rot der kippenden Säulen steht für Revolution und Umsturz. Das Gefühl der Instabilität macht vor allem das Material der Oberfläche aus – der rote Teppich. Anlässlich des Jubiläums wird die Ummantelung der Säulen erneuert.