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06. Dezember 2018

Nachhaltiges unterm Weihnachtsbaum

An Heiligabend Sinnvolles statt Schrott schenken – das geht einfacher als gedacht. Wir haben sieben Geschenkideen gesammelt, mit denen ihr den Beschenkten und der Umwelt eine Freude macht.

Am besten ist es natürlich, wenn man die nachhaltigen Geschenke auch noch umweltschonend verpackt, zum Beispiel in recyceltem Packpapier. Foto: Alvaro – stock.adobe.com

Regensburg. Geld, Gutscheine, Bücher, Schokolade und Spielwaren landen in Deutschland am häufigsten unter dem Weihnachtsbaum. Diese Dinge gehen schließlich immer. Nachteil: Solche Geschenke sind wenig originell und oft kann der Beschenkte damit nicht viel anfangen. Eine Alternative sind Geschenke, mit denen ihr sowohl euren Lieben als auch der Umwelt etwas Gutes tut. Als Inspiration haben wir sieben nachhaltige Geschenkideen für euch gesammelt.

Mehrweg statt Einweg

Plastikmüll – darüber wird fast pausenlos diskutiert. Wenn ihr Plastikgegner seid und etwas Nachhaltiges zu Weihnachten verschenken wollt, ist eine Trinkflasche aus Glas oder Edelstahl für unterwegs zum Beispiel eine Möglichkeit. Dazu passen ein wiederverwendbarer Coffee-to-go-Becher aus Bambus, Glas oder Metall und eine Lunchbox aus Edelstahl.

Für Naturschützer und Tierfreunde

Einen Baum schenken – auch das geht. Damit ist nicht gemeint, dass man ein kleines Bäumchen unter den Weihnachtsbaum stellt, sondern dass man bei einer Klimaschutzinitiative online einen Baum kauft, der dann von einer Projektgruppe gepflanzt wird. Bekannte Initiativen sind Primaklima, Plant-for-the-Planet oder Treedom. Tierfreunden kann man Patenschaften für bedrohte Tierarten wie Luchse, Tiger, Eisbären, Delfine und Gorillas oder für regionale Tierschutzeinrichtungen schenken.

Patenschaft für Kinder in Not

Freunden mit sozialer Ader könnt ihr eine Freude machen, wenn ihr ihnen Patenschaften für Kinder in Not schenkt. Wenn jemand zum Beispiel bei UNICEF, Plan oder den SOS-Kinderdörfern eine Patenschaft für ein Kind in Afrika, Asien und Lateinamerika übernimmt, kann dieses dadurch in die Schule gehen und bekommt sauberes Trinkwasser sowie Zugang zu medizinischer Versorgung. Auch für bedürftige Kinder in Deutschland kann man Pate werden und ihnen so eine bessere Zukunft ermöglichen.

Kochen und backen

Statt eine abgepackte Schachtel Pralinen zu verschenken, kann man Süßes auch selbst backen oder eine Backmischung schenken. Für Letzteres einfach die unverderblichen Zutaten für einen Kuchen abwiegen und in Schichten in ein Glas geben, Deckel drauf und verzieren. Auch über selbst gemachte Marmelade, Saft oder Likör freuen sich viele. Wenn man dann noch biologische Zutaten verwendet und die Kreationen umweltfreundlich verpackt, sind diese Geschenke super nachhaltig.

Aufmerksamkeit statt Auflaufform

Eigentlich haben wir doch schon alles. Wir brauchen nicht noch mehr Socken, Krawatten oder Küchengeräte. Also verschenken wir doch einmal etwas richtig Wertvolles, das ohne viel Geschenkpapier auskommt: Zeit. Man kann kleine gebastelte Gutscheinkarten für einen gemeinsamen Kochabend, eine Wanderung oder einen Filmabend zu Hause verschenken. Unsere Freunde und Familien freuen sich viel mehr, wenn wir ihnen Aufmerksamkeit statt eilig ausgesuchte Gegenstände schenken, denn das zeigt ihnen, dass sie uns wichtig sind.

Recycling oder Secondhand

Armbänder, Halsketten und Kleidung kann man natürlich weiterhin verschenken. Soll das Ganze jedoch nachhaltig sein, gibt es verschiedene Wege, diese Dinge zu beschaffen. Ihr könnt zum Beispiel in einem Secondhandshop ein schönes Einzelstück auswählen oder ein Unternehmen suchen, das Neues aus gebrauchten Sachen herstellt. Davon gibt es mittlerweile eine Menge. Wenn ihr die Zeit habt, könnt ihr Schmuck auch selber basteln und dafür recycelte Materialien verwenden.

Wissen schenken

Menschen, deren Interessen man gut kennt, kann man auch etwas für die Ewigkeit schenken: Wissen. Das heißt, man schenkt ihnen zum Beispiel einen Sprach-, Koch-, Handwerks- oder Kletterkurs. Das ist zum einen ökologisch sinnvoll und zum anderen kann der Beschenkte dann etwas machen, was er schon immer wollte.