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Titelfoto: Veronika Weigert
10. September 2020

Neue Perspektiven öffnen

Der Hör und Schau e.V. ist Trägerverein des Transit Filmfestes. Sein Ziel: audiovisuelle Kunst und Kultur in Regensburg fördern.

Chrissy Grundl, Bianca Schweighofer und Sonja Hämmerle beim Gründungsfest von Hör und Schau e.V. Foto:Veronika Weigert

Regensburg. Innovative Filmhighlights abseits des Mainstreamkinos – diesem Konzept folgt das „Heimspiel“-Festival schon seit vielen Jahren. Lange war es unter der Leitung des Gründers Dr. Sascha Keilholz. Nachdem dieser Regensburg verlassen hatte, fand 2019 eine Übergangsausgabe unter dem Namen „Heimspiel im Transit“ statt. Nun trägt ein Team aus Filmbegeisterten, Medienwissenschaftlern und Studierenden unter der Leitung von Chrissy Grundl das „Transit Filmfest“ in die Zukunft. Der Hör und Schau e.V. ist der Trägerverein des Filmfests und hat sich als Ziel gesetzt, ausgewählte Filme und audiovisuelle Medienkunstwerke mehr Menschen zugänglich zu machen.

Es geht der ehrenamtlichen Gruppe um den Film als Kunstform, Forschungsgegenstand und Repräsentationsmedium. Auch audiovisuelle Ausdrucksformen in der Medien- und Videokunst sollen gefördert werden, etwa in Form von Visual Jockey. Gemeinsam hat sich das Team für diese Festivalausgabe einiges überlegt: Unter dem Namen „Transit 20: Intermission_Utopia“ finden ab Oktober Events statt. Dabei sollen die drei Begriffe im Namen analysiert werden – vor dem Hintergrund der langen Corona-Pause. Das Team will mehr Raum für Diskurs, Dialog, Denken und Wissen nutzen und über den Platz von Kino und Filmen in einer neuen Welt diskutieren.

Den Start macht die historische Reihe „Retro_Utopia“. Darin geht es um Möglichkeitsversionen von menschlichem Zusammenleben, alternative Lebenswelten und künftige Gesellschaftsformen. Unter anderem stellt sich die Frage: Welche utopischen/dystopischen Versprechen wurden im Film verarbeitet? „Im Vorfeld gibt es immer eine medienwissenschaftliche Einführung“, sagt Bianca Schweighofer vom Transit-Team.

Von 19. bis 22. November findet als Festivalkern Cinema_Utopia statt: Der Fokus liegt auf Filmen, die sich im weitesten Sinne mit Utopie/Dystopie befassen. Am 22. November sprechen Filmschaffende, Wissenschaftler und Co. bei einer Podiumsdiskussion über die neue Realität. Die Austragungsorte des Festivals sind im Ostentorkino, im Andreasstadel und im Internet. Da die Kinosessel nicht alle besetzt werden dürfen, gibt es Angebote im Netz, wie Fragen und Antworten der Filmschaffenden, Texte und Gespräche. Außerdem arbeitet das Transit-Team an zusätzlichen Online-Screenings.

Übrigens: Falls ihr Lust habt, Mitglied im Verein Hör und Schau zu werden, ist das jederzeit möglich. Voraussetzung ist nur, dass ihr euch für Kunst und Kultur, insbesondere für Filme interessiert. Auch eine „stille Mitgliedschaft“ ist möglich – das bietet sich für alle an, die unter der Woche wenig bis keine Zeit haben.