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05. September 2019

Orientalisches Märchenland

Weitläufige Wüstenlandschaften, Wadis, Strände, Märkte und freundliche Menschen machen einen Urlaub im Oman zum unvergesslichen Reiseerlebnis.

Maskat ist die Hauptstadt des Oman. Sie hat einen Flughafen und eignet sich optimal als Anfangspunkt der Reise. Foto: Lukas - stock.adobe.com

Regensburg. Wer in den Oman reist, der kann entweder den Flughafen in Salalah oder den in Maskat anfliegen. Auch eine Anreise über Dubai ist möglich. Viele Touristen entscheiden sich für Maskat als erste Station, schließlich ist es die Hauptstadt und hat einige Sehenswürdigkeiten zu bieten. Auf jeden Fall sollte man in Maskat der Großen Sultan-Qabus-Moschee einen Besuch abstatten. Die Moschee ist die größte des Omans und ein besonders eindrucksvolles Bauwerk mit luxuriöser Einrichtung.

Anders als viele Moscheen, darf man sie auch als Tourist besuchen – man sollte sich jedoch angemessen kleiden, sprich: keine Shorts und schulterfreie Tops. Frauen bedecken ihr Haar mit einem Tuch, außerhalb der religiösen Stätten gibt es aber keine Kopftuchpflicht. Ansonsten kann man sich in Maskat zum Beispiel noch das Royal Opera House, das Museum und den Sultanspalast anschauen. Oder man bummelt einfach über den Mutrah Souk, einen riesigen orientalischen Markt mit allerlei Handwerkskunst und Leckereien.

Einmal quer durchs Land

Je nachdem, was man für ein Reisetyp ist, gibt es verschiedene Möglichkeiten, den Oman zu erkunden. Entweder man unternimmt kleine Ausflüge von Maskat aus, zum Beispiel in die Festung von Nizwa und zum Flussbett Wadi Shab oder man badet im Bimmah Sinkhole und wagt sich auf eine Wüstensafari in die Rimal Al Wahia, auch bekannt unter dem Namen Wahiba Sands. Wer es abenteuerlicher mag, der begibt sich auf eigene Faust auf einen Roadtrip einmal durchs ganze Land – von Maskat bis Salalah.

Kamele gehören im Oman zum Straßenbild und laufen Urlaubern immer wieder über den Weg. Foto: eileen10 - stock.adobe.com

Für diese Tour sollte man etwa zehn Tage einplanen. Unterwegs sieht man zahlreiche grüne Wadis, Kamele, Traumstrände, schroffe Berge und Täler. Dabei gibt es aber ein paar Dinge zu beachten, wie zum Beispiel einen guten Mietwagen am besten mit Allradantrieb zu ordern, sowie vorsichtig zu fahren. Die Straßen sind zwar mittlerweile recht gut ausgebaut, jedoch kommt es immer wieder zu Unfällen und auch Kamele kreuzen gerade in den Abendstunden oftmals die Straßen. Wer eine Fahrt in die Wüste plant, sucht sich lieber vor Ort noch einen erfahrenen Guide. Alleine in die Wüste fahren ist sehr riskant – davon wird deutlich abgeraten.

Etwas außerhalb von Maskat befindet sich die Stadt Nizwa, in der es einen tollen Markt gibt. Foto: NICOLA - stock.adobe.com

Auf dem Weg kann man in den kleinen Ortschaften Menschen und Gewohnheiten kennenlernen sowie natürlich die kulinarischen Besonderheiten des Landes ausprobieren. Neben einigen wenigen typisch omanischen Gerichten gibt es vor allem viel aus der orientalischen und indischen Küche. Auf den Teller kommen Fleisch von der Ziege oder dem Lamm sowie Hummus, Falaffel, Baba Ganoush, Fladenbrot oder Biryani-Reis. Gegessen wird traditionell mit der Hand – und zwar mit der rechten, der als „rein“ geltenden Hand. Die wird aus Höflichkeit auch zum Winken und Hand schütteln verwendet.

Grüne Landschaften

Das Bimmah Sinkhole bietet eine perfekte Erfrischung bei den hohen Temperaturen. Foto: ayakochun - stock.adobe.com

Wenn man nach der tagelangen Fahrt in Salalah ankommt, werden die Besucher von einer ganz neuen Atmosphäre begrüßt. Während es in der Stadt selbst zahlreiche Gebäude und Stätten zu besuchen gibt, eröffnet sich außerhalb der Stadt eine atemberaubende Landschaft. Statt zerklüfteter Felsen findet man hier Bananen- und Mangoplantagen. Der Monsun Charif verwandelt in der Regenzeit von Juni bis September die sonst oft staubige Landschaft in eine grüne Pracht und sorgt dafür, dass es an manchen Orten in den Bergen rund um Salalah oder in der Oase Dhofar saftig grün ist. Teilweise sieht man sogar Wasserfälle.

Die Große Sultan-Quabus-Moschee ist ein eindrucksvolles Bauwerk und befindet sich in Maskat. Foto: David Brown - stock.adobe.com

Die beste Reisezeit ist allerdings der Winter, da es im Sommer extrem heiß werden kann. Von November bis März hat man moderate, doch immer noch warme Temperaturen von knapp unter 30 Grad. Zurück geht es dann vom Flughafen Salalah oder man nimmt mit dem Auto den direkten Weg zurück nach Maskat. Was man mit nach Hause nimmt, sind unvergessliche Eindrücke, ein sommerlicher Teint, ein Hauch von Weihrauchduft und Erinnerungen an ein Land, in das man immer wieder gerne zurückkommen will.