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Titelfoto: Veronika Weigert
25. Oktober 2020

Per Funk eine Stunde zurück

Am 25. Oktober wird wieder die Zeit umgestellt. Doch wie läuft das eigentlich bei den Uhren in Regensburg?

Unter anderem zeigt euch an der Neupfarrkirche eine Turmuhr von der Fabrik Georg Rauscher die Zeit an. Foto:Veronika Weigert

Regensburg. Tick, tack – in Regensburg gibt es an mehreren Orten öffentliche, große Uhren, die euch die Zeit verraten, ohne dass ihr extra euer Handy aus der Tasche kramen müsst. Unter anderem findet ihr Turmuhren am Brück- und Ostentor, an der Neupfarrkirche, St. Anton und am Posthof. Zuständig für die Uhren ist die Turmuhrenfabrik Georg Rauscher. Am Sonntag, 25. Oktober wird von 3 auf 2 Uhr nachts von Sommer- auf Winterzeit umgestellt.

In Regensburg läuft ein Großteil der Turmuhren und öffentlichen Uhren über eine funksynchronisierte Steueruhr von der Turmuhrenfabrik Rauscher. Diese Uhr sendet minütlich Impulse an die Motorlaufwerke in den Türen und Gebäuden und in den Nebenuhrwerken – dadurch drehen sich fast alle Regensburger Uhren gleichzeitig. Die Uhren stellen sich also quasi von selbst um, ihr braucht keine Angst zu haben, dass euch die falsche Zeit angezeigt wird. Übrigens stattete die Manufaktur Regensburg im Jahr 1987 als erste Stadt Deutschlands mit einer funkgesteuerten Uhrenanlage aus.

Für alle, die bei der Zeitumstellung nicht so recht durchblicken: Diesmal gewinnt ihr eine Stunde – ihr könnt also erst später ins Bett gehen oder euch freuen, wenn ihr am Sonntag etwas früher als sonst aufwacht und schon munter seid. Durch die Zeitumstellung wird es morgens früher hell, abends dafür eher dunkel.

Doch sollte die Zeitumstellung nicht auch mal abgeschafft werden? Ja, da habt ihr richtig gehört. Das EU-Parlament hatte vergangenes Jahr sogar beschlossen, die Zeitumstellung kommendes Jahr abzuschaffen. Doch bis jetzt hat es keine weiteren Pläne mehr dazu gegeben.