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Titelfoto: Salzgeber
21. Oktober 2020

Queere Filme im Andreasstadel

Von 22. bis 28. Oktober zeigt das Queer-Streifen Festival in acht Lang- und 25 Kurzfilmen queere, homosexuelle und lesbische Liebe.

In „Futur Drei“ entwickelt sich zwischen Parvis (li.) und dem iranischen Geschwisterpaar Banafshe und Amon eine fragile Dreierbeziehung. Foto:Salzgeber

Regensburg. Zum neunten Mal präsentiert das Queer-Streifen-Filmfestival das ganze Spektrum des queeren zeitgenössischen Films. Und zum ersten Mal zeigt Queer-Streifen als neu gegründeter Verein die Filmauswahl in den Kinos im Andreasstadel, auch dieses Jahr mit aktuellen Spielfilmen und Dokumentationen über Existenzkämpfe und die Emanzipation lesbischer, bisexueller, schwuler, trans- und intersexueller Menschen, die selten auf der großen Kinoleinwand zu sehen sind.

Acht deutsche und internationale Filme

Kinofans können sich dieses Jahr über acht Filme aus Deutschland, Hongkong, Brasilien, Südafrika, Argentinien, Puerto Rico und Kanada freuen.

Hier eine kleine Auswahl:

Wie lebt es sich als lesbische Frau in der DDR? In „Uferfrauen“ sprechen sechs Protagonistinnen über ihre Biografien, über unübliche Familienplanung entgegen der staatlichen Dogmen und über aufblühende solidarische Gemeinschaften mit Gleichgesinnten.

Mit zwei Teddys auf der Berlinale ausgezeichnet erzählt „Futur Drei“ vom Heranwachsen eines queeren Einwanderersohns in Deutschland und liefert einen Gegenentwurf zu dem Teil des Kinos, welches post-migrantische Geschichten ausschließt oder unterrepräsentiert. Und in „Las Mil Y Una“ erzählt die Regisseurin Clarisa Navas fast dokumentarisch vom Erwachsenwerden zwischen Sozialwohnungen und queerer Szene in Argentinien.

Der Kurzfilmwettbewerb

Aus über 300 eingereichten Kurzfilmen aus 55 Ländern hat das Queer-Streifen-Team die 25 besten ausgewählt. Im queeren, lesbischen und schwulen Kurzfilmprogramm kann das Publikum seine Lieblinge mit einem Publikumspreis von je 200 Euro belohnen. Das Büro für Chancengleichheit der Stadt Regensburg sponsert diese Preise. Zusätzlich vergeben die Jurymitglieder Chrissy Grundl, Frances Hill und Ralph Kinkel den mit 500 Euro dotierten Jurypreis für den besten Kurzfilm aus allen drei Kategorien. Dieser Jurypreis wird vom Praxiszentrum Alte Mälzerei finanziert.

Gegen Diskriminierung und Ausgrenzung

Als mittlerweile fest etablierte Kulturveranstaltung in Regensburg setzen die Queer-Streifen ein Zeichen dagegen, dass Menschen aufgrund ihrer Geschlechtsidentität, sexuellen Orientierung oder ihrer Beziehungsformen benachteiligt und verfolgt werden.

Queer-Streifen und Corona

Damit das Queer-Streifen-Filmfestival trotz Corona stattfinden kann, gibt es einige Änderungen im diesjährigen Programmablauf: So müssen Eintrittskarten heuer auf der Homepage der Kinos im Andreasstadel reserviert und vor Ort an der Abendkasse in bar bezahlt werden.