Logo Mittelbayerische.de
Portal auswählen »
13. Februar 2020

Regensburg treibt’s bunt

Am 16. Februar zieht der ostbayerische Faschingzug durch die Altstadt auf den Neupfarrplatz.

Beim diesjährigen Faschingsumzug in Regensburg sind die Giggalesbronzer aus dem Allgäu mit von der Partie. Nach dem Umzug geben sie ein kleines Konzert auf dem Neupfarrplatz. Foto: Betle Daniel

Regensburg. Es ist das erste Fest unter freiem Himmel in diesem Jahr: Am kommenden Sonntag zieht der ostbayerische Faschingszug durch die Regensburger Innenstadt und endet mit einer großen Party auf dem Neupfarrplatz. Über 50 Gruppen haben sich diesmal angemeldet, davon allein 25 Wägen, teilweise mit eigenen zusätzlichen Fußgruppen.

Um 13.13 Uhr setzt sich der Zug vom Schwammerl in der Maxstraße aus über die Speichergasse, den Domplatz und die Residenzstraße Richtung Neupfarrplatz in Bewegung. Je nach Witterung rechnet die Faschingsgesellschaft Narragonia, die den Zug in Eigenregie organisiert, mit 15.000 bis 20.000 Zuschauern. Den besten Blick auf die Gruppen dürfte man auf dem Domplatz haben, verrät Erich Lichtl, Präsident der Narragonia.

Nach dem Zug übergibt auf der Moderationsbühne am Neupfarrplatz Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer den Stadtschlüssel an das Prinzenpaar. Die Giggalesbronzer aus Weißenhorn mit ihren außergewöhnlichen Kostümen räumen den Platz mit ihrer Guggenmusik von hinten auf und geben ebenso wie die Dorfener Faschingsdeife noch ein kleines Platzkonzert. Anschließend können die Zuschauer bis 17 Uhr zu Faschingshits tanzen und feiern. Eine Jury kürt am Ende den schönsten Wagen und die schönste Gruppe. Unterstützt wird die Narragonia vom Einsatzzug des BRK Regensburg und Sinzing, der Freiweilligen Feuerwehr Regensburg sowie circa 100 freiwilligen Helfern der Landkreisfeuerwehren.

Nach vielen Jahren Pause hat sich der Faschingszug in Regensburg erst 2016 etabliert und zieht seitdem im zweijährigen Turnus durch die Altstadt. Damals wurde er größtenteils von der Stadt organisiert – unter der Voraussetzung, dass die beiden Faschingsgesellschaften Narragonia und Lusticania dies langfristig übernehmen. Die Lusticania, die dem Bezirksverband des Kolpingswerks untergeordnet ist, hätte aber den Aufwand und das Risiko wohl gescheut, meint Lichtl. Beim Faschingszug wirken sie deshalb nicht mehr aktiv mit. Sie laden am Sonntag, 23. Februar ab 14 Uhr aber zu einem eigenen Kinderfasching und zu einem Rosenmontagsball am Tag darauf ab 19 Uhr ins Kolpinghaus ein.

Ab in den Landkreis

Wer nach dem Regensburger Faschingszug noch nicht genug hat, kann am Faschingswochenende einen der zahlreichen – teils sogar größeren – Umzüge im Landkreis besuchen. Am Samstag, 22. Februar ziehen die Narren beispielsweise in Köfering und Beratzhausen durch die Straßen. Am Sonntag, 23. Februar geht es in Hemau, Wörth an der Donau, Diesenbach bei Regenstauf, Alteglofsheim und Steinsberg weiter. Den Abschluss bildet am Dienstag, 25. Februar der große Umzug in Sarching, der in diesem Jahr noch dazu sein 70. Jubiläum feiert.