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Veronika Königer
11. Januar 2019

Regensburger Panzerschlacht

Das Regensburger Gaming-Unternehmen CipSoft hat im November das Spiel „Panzer League“ für Handys und Smartphones herausgebracht – was steckt darin?

Panzer League zählt zu den MOBAS, Multiplayer Online Battle Arena, die es bisher für das Smartphone nur mit Personen statt Panzern gab. Foto: Veronika Königer

Regensburg. Schnell mal für fünf bis zehn Minuten auf dem Smartphone zum Panzer werden und gemeinsam mit zwei Mitspielern in einer Arena die Verteidigungstürme und die Basis des Gegnerteams zerstören – das ist das Grundkonzept von Panzer League, dem neuen Online-Game für Smartphones und Tablets, das die Regensburger Computerspielfirma CipSoft am 7. November 2018 herausgebracht hat. Jeder Spieler kann dabei einen aus 18 verschiedenen Sci-Fi-Panzern mit unterschiedlichen Fähigkeiten auswählen und dann entweder gemeinsam mit anderen echten Spielern oder der künstlichen Intelligenz kämpfen. Auch ein Team-Modus ist enthalten, sodass man mit Freunden zusammen spielen kann.

Damit zählt Panzer League zu den MOBAS, Multiplayer Online Battle Arena, die es bisher für das Smartphone nur mit Personen statt Panzern gab. Der Grund für die Verwendung von Fahrzeugen statt Menschen? „Panzer bewegen sich langsamer. Da passt das Gameplay besser zu der mobilen Plattform. Außerdem gibt es in manchen Ländern auch gewisse Vorbehalte, was das Kämpfen mit Personen wie in anderen MOBAS angeht, Panzer sind da neutraler“, erklärt Stephan Vogler, einer der Geschäftsführer von CipSoft.

Der Weg zu diesem Konzept war lang: Angefangen hat es mit der Idee, ein MOBA mit Alleinstellungsmerkmal für mobile Plattformen zu entwickeln, und führte über umfassende Recherche, Gamedesign und Entwicklung zu einem Prototypen, der 2014 getestet und wegen seines Erfolgs weiterentwickelt wurde. Viel Arbeit war es dann noch bis zur Testphase 2017 in einigen asiatischen Ländern und schließlich zum weltweiten Launch Anfang November 2018, denn: „Wir arbeiten bei der Entwicklung sehr agil, es ist schwer zu sagen, was am Ende genau da sein wird. Spaß lässt sich eben nicht planen!“, so Vogler.

Die beiden Geschäftsführer Stephan Vogler und Benjamin Zuckerer. Foto: Marcus Riese

Herausgekommen ist ein vom Schwierigkeitsgrad her eher anspruchsvolles Spiel: „Wir haben uns bemüht, die Einstiegshürde möglichst gering zu halten, aber natürlich ist Panzer League nicht so einfach wie Candy Crush. Spätestens beim Spiel gegen echte Menschen wird es schwieriger!“, so Vogler. Der Download von Panzer League ist kostenlos, allerdings kann auf einen Premium-Account aufgewertet werden. Damit hat man schneller Zugriff auf weitere Panzer und zusätzliche Entwicklungsstufen – das kann man sich allerdings alles auch erspielen. Nur manche optische Features wie die besondere Ausgestaltung der Panzer sind Premium-Spielern vorbehalten. Das Spiel ist in zehn Sprachen, auch auf Deutsch, verfügbar.

Bisher kommt Panzer League gut an – es wurde für mehrere Awards nominiert und hat in den Appstores über vier Sterne. Dennoch kann sich CipSoft nicht auf seinen Lorbeeren ausruhen. Man arbeitet ständig weiter an dem Game, die Spieler sollen längerfristiger gehalten werden. Und: die Entwicklung eines Ligensystems steht noch an, damit Panzer League seinem Namen wirklich gerecht wird.

Veronika Königer