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Titelfoto: Momento Film
08. November 2020

Sprache als Begegnung

Von 9. bis 22. November könnt ihr euch auf einer Streaming-Plattform das gesamte Filmprogramm des spanischen Film- und Kulturfestivals Cinescultura ansehen.

Der Film „Hamada“ des Regisseurs Eloy Domínguez Serén zeigt die Kreativität von Jugendlichen, sich in eine andere Wirklichkeit zu entfliehen. Foto:Momento Film

Regensburg. Es ist mittlerweile die 13. Ausgabe des Festivals Cinescultura – nachdem es 2008 als Projektseminar ins Leben gerufen wurde. Dieses Jahr gibt es mehrere Besonderheiten: Zum einen wurde das Festival auf den Herbst verschoben, zum anderen werden gesellschaftspolitische Themen kritisch in den Fokus gerückt. Auch dieses Jahr bietet die Sparte „Ópera Prima“ jungen Künstlern und neuen Talenten eine Plattform, ihre Debutfilme zu präsentieren. Insgesamt werden bei dieser Ausgabe sechs Erstlingswerke gezeigt. Unter anderem geht es in dem Film „Sieben Gründe um wegzulaufen“ um Geschichten zwischen Horror und Komödie und in „Arima“ sorgt die Ankunft zweier Fremder in einem kleinen Ort für Angst und Verlangen.

Auch Dokumentarfilme flackern beim Cinescultura über den Bildschirm. Die Veranstalter hatten für diese Sparte ursprünglich zwölf Filme vorgesehen – doch aufgrund des Ausweichtermins können nicht alle vorgeführt werden. Gezeigt werden nun drei Filme, die anderen vorbereiteten Dokumentarfilme laufen im kommenden Jahr. Der Film „Alle Frauen, die ich kenne“ widmet sich dem Thema Gewalt gegen Frauen. Aus drei verschiedenen Blickwinkeln geht es um die Angst von Frauen vor Vergewaltigung und Missbrauch. In „Was brennt“ geht es um Leiden und Schuld in einer ländlichen Gegend. Und der Film „Hamada“ zeigt eine Gruppe von Jugendlichen in einem Flüchtlingslager in der Sahara, die ihre Kreativität nutzen, um der Wirklichkeit zu entfliehen.

Verschiedene Preise

Der Cinescultura Kurzfilmpreis wird dieses Jahr bereits zum achten Mal in Folge in Kooperation mit der Internationalen Kurzfilmwoche Regensburg verliehen. Zehn anspruchsvolle Werke, die in besonderer Weise die spanische oder lateinamerikanische (Film)Kultur widerspiegeln, laufen in dieser Sektion. Auch der Filmpreis Ópera Prima, der zum ersten Mal 2018 in Zusammenarbeit mit der Vereinigung von Filmschaffenden Frauen CIMA verliehen wurde, wird dieses Jahr als Preis Ópera Prima der Stadt Regensburg weitergeführt. Bei dieser Gelegenheit wird nicht nur der beste Film des Festivals ausgezeichnet, sondern CIMA vergibt auch einen Preis für die beste filmschaffende Frau.

Alle Filme sind mit deutschen Untertiteln. Das gesamte Filmprogramm ist aufgrund des „Lockdown light“ von 9. bis 22. November online abrufbar. Tickets bekommt ihr hier.