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Titelfoto: Veronika Weigert
23. September 2020

Synergie auf der Bühne

Das Turmtheater hat ab Oktober eine neue Spielstätte: die DEZ-Bühne. Auch andere freie Künstler werden sich dort präsentieren.

Leiterin des Turmtheaters Undine Schneider, einer der Inhaber des Statt-Theaters Peter Nikisch und Martin Hofer, zweiter Vorsitzender des Turmtheaters (v.li.) bei der Vorstellung des Spielplans. Foto:Veronika Weigert

Regensburg. Auch im Herbst und Winter wird es Aufführungen des Turmtheaters geben, allerdings nicht im sechsten Stock des Goliath-Hauses, sondern auf dem Parkdeck D des Donau-Einkaufszentrums. Denn aufgrund der Richtlinien können im Turmtheater aktuell etwa 20 Plätze besetzt werden, in der neuen Spielstätte finden zwischen 150 und 199 Personen Platz. „Der Gedanke hinter dieser Bühne ist: Alle mitnehmen“, sagt die Leiterin des Turmtheaters Undine Schneider. Denn die Bühne unter der Schirmherrschaft des Turmtheaters soll allen Kulturstätten und Künstlern eine Auftrittsmöglichkeit bieten.

Unter anderem werden das Statt-Theater das Stück „Wir sind die Guten“ und das Improtheater Chamäleon seine Improshow zeigen. Auch Susi Raith und Steffi Denk werden auf der Bühne stehen. Zudem kommen bildende Künste und Galerien nicht zu kurz: Den Zuschauern werden in der Pause kleine Ausstellungen von wechselnden Künstlern geboten. „Die freie Szene soll auf einer Bühne zusammenkommen und Synergie erzeugen“, sagt Schneider. Das Turmtheater selbst eröffnet die Spielstätte am 9. Oktober mit der französischen Komödie „Trennung frei Haus“. „Wir bleiben weiterhin auf der Unterhaltungsschiene“, sagt Martin Hofer, zweiter Vorsitzender des Turmtheaters, denn das sei in der Vergangenheit gut beim Publikum angekommen. Nun heißt es abwarten, wie die neue DEZ-Bühne auf dem ehemaligen Platz des Gartencenter Dehner angenommen wird.

Aktuell wird auf dem Parkdeck des Einkaufszentrums noch gearbeitet: Ton- und Lichttechnik ist erforderlich, es werden Toilettenhäuser und eine Theke mit Getränken aufgebaut. Auch Wände und Türen finden ihren Platz, denn für manche Stücke sind diese von Bedeutung. Schneider hofft, dass ihrem Antrag auf Spielstättenförderung stattgegeben wird. Denn der Umbau kostet Geld und auch die Kosten für die Miete wurden dem Theater nicht vollständig erlassen.

Für die Schauspieler ist der Umzug auf diese Bühne eine Umstellung: Sie müssen „größer“ spielen, damit sie das gesamte Publikum fesseln. Im Spielplan der DEZ-Bühne befinden sich neben Eigenproduktionen, die bereits gezeigt wurden, auch neue Stücke wie „Trennung frei Haus“ und „Die Feuerzangenbowle“ von Heinrich Spoerl. Geplant werden die Aufführungen bis Dezember, wenn die neue Bühne angenommen wird, ist eine Verlängerung bis ins Frühjahr denkbar.

Die Tickets zu den Auftritten gibt es auf www.okticket.de und an der Abendkasse, bei der Reservierung muss ein Sitzplatz ausgewählt werden. Weitere Infos zum Spielplan gibt es hier.