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08. September 2018

Unkompliziert und offen

Am 12. September startet Carolin Samson ihr zweites Ausstellungsprojekt in Regensburg. Dieses Mal steht eine Pop-up-Galerie für Contemporary und Urban Art auf dem Programm.

Am 12. September öffnet Carolin Samson ihr zweites Ausstellungsformat im Degginger. Foto: April Santiago

Regensburg.„Das Gefühl etwas lange Gesuchtes zu entdecken oder dem Unerwarteten zu begegnen, soll man in unseren Ausstellungen erleben“, sagt Organisatorin Carolin Samson. Sie selbst hat schon so einige Ausstellungen auf die Beine gestellt, ist selbst Künstlerin, hat bereits im Studium ihre erste eigene Galerie eröffnet und betreibt ein Onlinemagazin, in dem sie vor allem jungen aufstrebenden Künstlern eine Plattform gibt.

Nach dem Hotel Luis, das Carolin Samson zusammen mit Stefanie Kaeser Anfang des Jahres zur Kunstgalerie der etwas anderen Art umgestaltet hatte, folgt jetzt eine Pop-up-Galerie im Degginger mit kleiner aber feiner Kunst, die sich jeder leisten kann. Rund 35 Werke von jungen Nachwuchstalenten aus Deutschland, Österreich und den Niederlanden, darunter Matthias Edlinger, der zuletzt seine Arbeiten im Hotel Lovelace in München gezeigt hat, Martin Gerstenberger, der sich als Modern Urbanized Artist bezeichnet, Peter Phobia der gerade dabei ist, sein Atelier in New York aufzuschlagen oder Anne Regier, die im letzten Jahr ein übergroßen Mural an der Südtribüne des Sankt Pauli Stadions gezeigt hat, sollen jetzt einen Monat lang einen Platz im Pop-up-Raum des Deggingers bekommen.

„Ich weiß wie schwierig es ist, Ausstellungsräume zu finden, wenn man noch keinen Galerievertrag in der Tasche hat. Ich möchte Künstlern eine Plattform geben und gleichzeitig Menschen die Schwellenangst nehmen mit Kunst in Kontakt zu treten. Kunst zu kaufen, soll keine unberechenbare Kunst sein, sondern ein Gefühl von Freude, Inspiration und Neugier hervorrufen,“ sagt Samson.

Das zweite Ausstellungsformat soll Kunst alltagsverträglich machen und dabei kein Seitenhieb gegenüber dem herkömmlichen Kunstmarktbetrieb, kein Pioniervorhaben, sondern eine Einstiegsdroge sein. Dafür hat die Organisatorin Werke ausgesucht, die mit einer Durchschnittsgröße von DIN A3 nicht abschreckt, sondern viel mehr zum Ausprobieren und Kaufen einladen soll.

Als kleines Bonbon gibt’s außerdem noch ein Werk vom Regensburger Künstler Rayk Amelang zu sehen. Eine große Auswahl also und der perfekte Einstieg für eine eigene kleine Kunstsammlung. Los geht’s am Mittwoch, 12. September ab 18 Uhr mit einem kleinen Rundgang. Alles ganz offen und unkompliziert, so wie die ausgestellte Kunst.

Wer jetzt Lust bekommen hat, kann noch bis 8. Oktober durch die Ausstellung schlendern. Die Pop-up-Galerie ist immer mittwochs bis samstags von 11 bis 19 Uhr geöffnet. Und mit etwas Glück schauen auch die Künstler auf einen kleinen Plausch vorbei.