Logo Mittelbayerische.de
Portal auswählen »
Titelfoto: Archiv Krištof Kintera
13. Dezember 2020

Vielfältige Kunstwerke

Im Kunstforum Ostdeutsche Galerie sollen kommendes Jahr zwei hochkarätige Ausstellung zu sehen sein – eine andere wird verlängert.

Die Skulptur "Revolution" von dem Künstler Krištof Kintera ist aus dem Jahr 2005. Die Figur schlägt ihren Kopf mit Kraft an die Wand. Foto:Archiv Krištof Kintera

Regensburg. Dürfen Museen im Frühjahr oder Sommer kommenden Jahres wieder öffnen, erwartet euch im Kunstforum Ostdeutsche Galerie (KOG) ein abwechslungsreiches Programm. So bereitet das KOG zwei Ausstellungen für kommendes Jahr vor – eine davon ist „Grenzen in der Kunst. Tschechische Kunst in drei Generationen“. In der Ausstellung gibt es drei zeitliche Abschnitte: die Jahre vor, im und nach dem Zweiten Weltkrieg, die Periode vor dem Fall des Eisernen Vorhangs und die Zeit danach. Insgesamt wird so der Zeitraum von den 1920er-Jahren bis 2019 umrissen. Gezeigt werden die Werke von drei Künstlern. Krištof Kintera äußert sich beispielsweise kritisch zur aktuellen politischen Situation in Tschechien, indem er Alltagsgegenstände isoliert und sie in einem neuen Kontext, mitunter animiert mit Ton und Bewegung, wieder zusammenführt. Die Ausstellung soll von 21. Mai bis 15. August 2021 stattfinden.

Die zweite Ausstellung „Sigmar Polke. Dualismen“ ist von 9. Oktober 2021 bis 16. Januar 2022 geplant. Polker, der kommendes Jahr seinen 80. Geburtstag feiern würde, zählt zu den wichtigsten Künstlern der deutschen Nachkriegskunst. Das KOG zeigte Polkes Werk bisher zwei Mal – 1993 anlässlich der Verleihung des Lovis-Corinth-Preises und imJahr 2006. Die kommende Ausstellung ist dem Künstler zum 80. Geburtstag gewidmet. Polkes Schaffen durchzieht die Technik des Punkte-Rasters. Mit seinen Bildern hinterfragt er die Sehgewohnheiten, das Wahrnehmen an sich.

Zudem wird der neue Leiter der Grafischen Sammlung, Dr. Sebastian Schmidt, eine Präsentation zum Jubiläumsjahr 2021, die dem Thema „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ gewidmet ist, zeigen.

Im Frühjahr kommenden Jahres beginnt eine Sanierungsmaßnahme in der Ostdeutschen Galerie, die die klimatechnische und barrierefreie Ertüchtigung des Grafiktrakts betrifft. Das Museum immer mehr zu öffnen und zu einem tatsächlich barrierefreien und inklusiven Ort zu machen, ist ein Langzeitziel, an dem das KOG stetig weiterarbeitet.

Zudem wird die aktuelle Ausstellung von Peter Weibel „(Post-)Europa?“ über das eigentliche Ausstellungsende vom 31. Januar 2021 hinaus verlängert. Sobald weitere Informationen zu den Corona-Maßnahmen vorliegen, kann eine zeitliche Aussage getroffen werden.

Auf der neuen Website findet ihr weitere Infos.