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30. März 2019

Vom Traum zum Festival

Am 1. Juni feiert „Rocking Stone“ im Wurschtbachtal, Gemeinde Lauterhofen im Landkreis Neumarkt, große Premiere.

Die Idee zu einem Festival auf dem Gelände des weithin bekannten Felsenfests schlummerte schon seit vielen Jahren in den Köpfen des Heimatvereins Wurschtbachtal. Aber erst jetzt fanden sich die passenden Leute, um das Event zu stemmen. Foto: Stephanie Stark

Deinschwang. So richtig glauben können sie es immer noch nicht: Da haben sie seit Jahren den Traum, ein Festival aufzuziehen – und jetzt liegt das fertige Plakat vor ihnen auf dem Tisch im Vereinsheim. Fünf Mitglieder des Heimatvereins Wurschtbachtal e. V. wagen den Schritt und veranstalten am 1. Juni ein Open Air im Wurschtbachtal bei Deinschwang. Der Titel: „Rocking Stone“. „Wegen der großen Felsen im Tal“, erklärt Kassier Stefan Frauenknecht die Namenswahl. „Und auch in Anlehnung an die Rolling Stones.“

Unterstützung in puncto Musikauswahl und Technik kommt von zwei befreundeten Musikern der Band Cook Ray’s Gone. Wolle Steinert und Harald Schukow sind in der lokalen Musikszene bestens vernetzt. Auf ihr Engagement hin entstand ein Lineup aus vier Bands, das sich sehen lassen kann. Die Vegetarian Meat Hooks aus Lauterhofen bestreiten die Festival-Premiere mit einer Mischung aus Grunge, Punk, Metal und Hardcore. Mars Mushrooms, eine Jamrockband aus Ansbach, steht seit 20 Jahren auf den Bühnen der Region. Darüber hinaus machte die Gruppe mit einer Japan-Tournee von sich reden. Cook Ray’s Gone selbst, die ihren Stil als Neo-Psychedelic bezeichnen, sind bereits beim Bardentreffen aufgetreten und spielen in diesem Jahr unter anderem auf dem Nürnberger Südstadtfest. Als Headliner konnten die Organisatoren Smokestack Lightnin‘ aus Schwabach verpflichten. Die Musiker waren als Begleitact für The Boss-Hoss im Einsatz und unterstützten auch schon Ärzte-Schlagzeuger Bela B. als Begleitband. Ihr Stil: eine Mischung aus Country, Folk, Rockabilly und Soul.

Wacken hat auch mal klein angefangen, sagt Wolle Steinert, Gitarrist der Band Cook Ray’s Gone.

Der Festplatz im Wurschtbachtal bietet Platz für rund 2300 Besucher. „Wenn zwei Drittel davon kommen, sind wir zufrieden“, sagt Wolle Steinert. „Eine vierstellige Zahl wäre schon schön“, ergänzt sein Bandkollege Harald Schukow. Aus Profitgründen werde das Festival allerdings nicht veranstaltet, sind sich die Organisatoren einig. „Wir wollen regionale Musiker fördern und den Leuten etwas bieten“, betont Frauenknecht.

Durch das alljährlich stattfindende weithin bekannte Felsenfest verfügt der Festplatz bereits über die notwendige Infrastruktur. Vor den imposanten Felsen wird die Bühne stehen, für die Verpflegung sorgen zwei Foodtrucks, hinzu kommen zwei Pilsbars und eine Bar. Wie es sich für ein richtiges Festival gehört, ist auch Camping möglich. Noch suchen die Organisatoren weitere Sponsoren sowie freiwillige Helfer. „Falls sich jemand berufen fühlt und weiß, wo bei der Trommel oben und unten ist, darf er sich gerne als Stagehands bewerben“, ergänzt Wolle Steinert. Um den Bühnenumbau zwischen den Acts auf maximal 20 Minuten zu begrenzen, muss jeder Handgriff sitzen.

Noch wissen die Organisatoren nicht, ob die Premiere von Rocking Stone zum Erfolg wird. An prominenten Vorbildern mangelt es aber nicht: „Das Taubertal-Festival findet auch in einem Talkessel statt, da ist die Kulisse ähnlich“, meint Heimatvereinsmitglied Wolfgang Hirschmann. „Wacken hat auch mal klein angefangen“, sagt Wolle Steinert. Und Vorstand Peter Neumeier verspricht: „Wenn wir nicht draufzahlen, machen wir’s nächstes Jahr wieder!“

Karten gibt‘s ab 10 Euro auf www.rockingstone.de beziehungsweise auf www.okticket.de im Vorverkauf und an der Abendkasse. Einlass ist ab 17.30 Uhr, Beginn um 18.30 Uhr.