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Titelfoto: Belish - stock.adobe.com
09. August 2020

Wünsch dir was

Jedes Jahr im August hofft unsere Autorin auf gutes Wetter. Nachts braucht es nämlich unbedingt wolkenfreien Himmel. Denn um den 12. August herum besuchen uns wieder die Perseiden – ein jährlicher Sternschnuppenschauer, der bis zu 100 fallende Sterne pro Stunde hervorbringt.

In der Nacht von 12. auf 13. August gibt es wieder viele Sternschnuppen zu sehen. Foto:Belish - stock.adobe.com

Regensburg. Bis vier Uhr morgens saßen meine Freunde und ich vor ein paar Jahren bei einer lauen Sommernacht im Garten und staunten jedes Mal, wenn wieder ein heller Stern über das Hausdach zischte. Am Anfang waren wir uns nicht sicher, ob es nun wirklich eine Sternschnuppe war, oder ob uns unsere Augen einen Streich spielten. Dann aber zeichneten sich die herabfallenden Sterne immer deutlicher vom Nachthimmel ab und blitzten uns freudig entgegen. Genauso freudig lagen wir in den Gartenstühlen – allerdings jedes Mal so perplex, dass wir glatt vergessen haben, uns etwas zu wünschen.

Aber was sind eigentlich Sternschnuppen? Sie entstehen, wenn ein Komet auf Wanderschaft ist und dabei eine Staubwolke im All hinterlässt. Die Perseiden haben wir dem Kometen 109P/Swift-Tuttle zu verdanken, der etwa alle 130 Jahre die Sonne umkreist. Die Erde kreuzt die Spur alljährlich um den 12. August. Swift-Tuttle hat schon so oft seine Bahnen um die Sonne gezogen, dass er mehr als nur eine Spur hinterlassen hat. Deshalb ist der Meteorschauer der Perseiden besonders prachtvoll: Tritt ein Gesteins- oder Staubteilchen in die Erdatmosphäre ein, verglüht es sofort und wir sehen das Leuchten.

Auch in diesem Jahr haben die Perseiden in der Nacht von 12. auf 13. August wieder ihren Höhepunkt. Nach Mitternacht regnet es dann sogar bis zu 100 Sternschnuppen herab. Zu sehen sind sie, wenn man nordöstlich in Richtung Sternbild Perseus blickt, etwa in der Nähe des Sternbilds Kassiopeia (dem Himmels-W). Nach eben diesem Sternbild, aus dem die Schnuppen zu fallen scheinen, ist der Schauer auch benannt. Noch bis Mitte August lohnt sich der Blick in den Nachthimmel. Da der Mond derzeit im Abnehmen ist, stört auch sein Licht kaum beim Sternegucken.

Und wenn der Wettergott im August nicht mitspielt, haben wir vielleicht im Oktober und November mehr Glück. Denn da stehen schon die nächsten Sternschnuppenschauer in den Startlöchern: In der Nacht von 21. auf 22. Oktober schicken die Orioniden und von 17. auf 18. November die Leoniden einen Sternschnuppenregen auf uns herab. Im Dezember gibt es dann noch einmal eine Chance: Von 13. auf 14. Dezember kann man vielleicht noch den Blick auf die Geminiden erhaschen.

Unser Tipp: Sucht euch ein dunkles Plätzchen mit weitem Himmelszelt darüber, legt euch mit den Füßen nach Osten auf den Boden und wartet, bis die ersten Schnuppen fallen. Und ganz wichtig: Wunschliste nicht vergessen.