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Titelfoto: Veronika Weigert/Bikini Art Museum
07. September 2018

Zeitreise der Bademode

Ein Regensburger eröffnet 2019 das erste Bademodenmuseum in Deutschland – unter anderem mit Kunst von Udo Lindenberg.

Maximilian Lang stellt von Regensburg aus das Museum auf die Beine.

Regensburg.In etwa einem Jahr kann man eine Zeitreise in die Vergangenheit unternehmen: Maximilian Lang will Ende 2019 das erste Bikini Art Museum in Deutschland eröffnen. Der Regensburger hat sich jedoch Bad Rappenau in Baden-Württemberg als Standort ausgesucht. Dort soll Bademode aus drei Jahrhunderten zu sehen sein.

Seit vier Jahren sammeln Maximilian Lang und sein Team die Ausstellungsstücke, jetzt planen sie gerade das Museum. Lang wird der Leiter des Museums sein. Mit an der Umsetzung ist auch der Regensburger Unternehmer Alexander Ruscheinsky beteiligt, der das System der Autohöfe in Deutschland etabliert hat. Sie wollen mit dem Museum etwas Neues wagen und Besuchern historisches Wissen mitgeben. Das Museum wird in direkter Nähe zum Best Western Hotel gebaut. Die Baukosten für das Projekt betragen rund elf Millionen Euro. Das Museum richtet sich dabei nicht nur an Modeinteressierte, sondern an alle.

Es werden rund 1000 Badeanzüge und Bikinis ausgestellt, das älteste Badekostüm ist von etwa 1880. Elf Teile der Bademoden kommen vom Erfinder des Biki- nis Louis Réard. Historische Dokumente, Filme und Kunst werden ebenfalls zu sehen sein: Zwei Gemälde stammen von Udo Lindenberg, der die Bilder extra für das Museum gemalt hat. Insgesamt umfasst die Ausstellung rund 4000 Exponate auf 1200 Quadratmetern und ist damit eine der größten Privatsammlungen weltweit.

Neben der Bademode wird die Stellung der Frau im Wandel der Zeit thematisiert. Wichtig ist den Beteiligten bei ihrem Projekt eine kompetente Aufbereitung, die auch die Kulturgeschichte miteinbezieht. Angefangen beim Skandal 1946 bei der Präsentation des ersten Bikinis und seinem Verbot – bis zur zunehmenden Akzeptanz in der Öffentlichkeit durch Hollywood.